Spendenkonto und Benefizkonzert

Hier, im Verlauf der Grabenstraße, wird das Ausmaß der Zerstörung besonders sichtbar.

Die große Flut 2017: So viel Wasser und Solidarität gab es in Bornhausen noch nie

Dass die Bornhäuserinnen und Bornhäuser gut, ausgiebig und gerne (zusammen) feiern, das weiß man landauf landab. Aber nun hat sich einmal mehr gezeigt, wie man in Bornhausen auch in kritischen und schwierigen Situationen – wie der Hochwasserkatastrophe – zueinandersteht und sich gegenseitig unterstützt.

So groß der Schock und Schrecken und vor allem auch die Schäden des Hochwassers sind, so überwältigend und beeindruckend war und ist auch die großherzige Solidarität und die kompetente Hilfsbereitschaft im Dorf. Allen voran haben sich die KameradInnen der Freiwilligen Feuerwehr einmal mehr über ihre Grenzen hinaus engagiert und mussten doch die bittere Erfahrung machen, gegen die Wassermassen nichts ausrichten zu können.
Darüber hinaus gab und gibt es viele weitere HelferInnen, die zupackten, wo sie konnten und wo es notwendig war und ist – ob sie einander kannten oder nicht.
Da wurde (schon nachts) Kuchen gebacken und Suppe gekocht; „Aufräum-Trupps“ räumten Schlamm und Unrat weg, Häuser aus – mit Händen, Schaufeln, Treckern und tröstenden Worten und Gesten für die Betroffenen.
Es wird noch immer füreinander Wäsche gewaschen, Wohnungen geputzt, Werkstätten aufgeräumt, sogar Wohnraum und Wohnwagen werden zur Verfügung gestellt, denn einige Häuser sind zur Zeit nicht bewohnbar.
So wird nun – nachdem das Gröbste beseitigt ist ­– das ganze Ausmaß der Schäden durch die Wasser- und Schlammmassen sichtbar.
Die tatkräftige Hilfe der DorfbewohnerInnen geht weiter – aber gebraucht wird jetzt auch Geld. Und etliche Menschen, die nicht betroffen sind aus Bornhausen und anderen Orten, haben den Wunsch geäußert, Geld zu spenden.
So wird in Absprache mit dem Ortsbürgermeister Detlef Gelbe und anderen Verantwortlichen im Dorf vom Bornhäuser Pfarramt ein Spendenkonto eröffnet. Die Daten werden im „Beobachter“ morgen veröffentlicht.
Auch Propst Thomas Gleicher hat sich besorgt nach der Situation in Bornhausen erkundigt und ist bemüht, finanzielle Mittel über die Landeskirche beziehungsweise das Diakonische Werk zu organisieren, damit den betroffenen Familien zeitnah geholfen wird.
Außerdem wird es am 27. August in der St.-Catharina-Kirche ein Benefiz-Konzert geben mit dem allseits beliebten und bekannten Bornhäuser MTV-Blasorchester und den singesfreudigen Kammerkrugsängern.
„Wir lassen die Geschädigten nicht allein – allen Betroffenen soll geholfen werden und wir hoffen, auch Auswärtige unterstützen uns (weiter) dabei“, so ein verantwortlicher Helfer aus Bornhausen.