Wer gehört denn jetzt zu wem ?

Bauer Hans Trinkaus hat seiner Frau ein Geschenk mitgebracht, eine Bierdeckelkrone. Mit der darin stehenden Zahl hat sie eine Kiste Bier und eine Fleischwurst gewonnen.
 
Die Magd Hanna Huscher bedroht den Bauern mit der Mistgabel

Schildberger Theatergruppe Bornhausen spielte vor ausverkauftem Haus

Die Akteure der Bornhäuser Theatergruppe landeten mit ihrem neuesten Stück: "Wenn der hahn kräht auf dem Mist", aus der Feder von Erich Koch, erneut einen Volltreffer beim Publikum. Die Besucher lachten Tränen während der 4 ausverkauften Vorstellungen, die immer wieder vom lang anhaltenden Applaus unterbrochen wurden.

Doch der Reihe nach. Zunächst begrüßte der 1. Vorsitzende Otto Brodthage jeden Abend die Gäste und gab einige Neuigkeiten bekannt. So existiert die Laientruppe aus Bornhausen bereits seit 20 Jahren. Alljährlich wird in den Herbstferien die Turnhalle in einen schicken Theatersaal samt Bistro verwandelt. Insgesamt hat die Truppe somit bereits vor mehr als 20 000 Besuchern gespielt. Ein guter Grund, dieses kleine Jubiläum zu feiern. Dieses soll dann im nächsten Jahr beim Bornhäuser Dorffest zu Pfingsten stattfinden. Am Donnerstag, 5. Juni 2014, wird die Theatergruppe mit vielen befreundeten Gruppen aus dem Stadtgebiet, aber auch aus Alfeld, Langgöns und Sittensen einen Theaterabend im Festzelt veranstalten.
In der diesjährigen Besetzung fanden sich noch drei Akteure, die bereits beim erstem Stück vor 20 Jahren auf der Bühne standen. Dies sind Werner Raatz sowie Karin und Otto Brodthage. Der jüngste Akteur, Vincent Langer, ist dagegen gerade mal so alt wie der Verein.
Im Dorfgemeinschaftshaus war eine Ausstellung zu bewundern. An Stellwänden gab es Zeitungsberichte und Fotos der vergangenen Stücke zu sehen. Auch beim Bühnenbild gab man sich wieder größtmögliche Mühe. Nachdem der Vorhang aufging entlockte es dem Publikum jedesmal ein lang andauerndes „Ahhhhh“. Die schöne neue Holzbank wurde übrigens dem Bornhäuser Heimatverein für deren Kötengelände überreicht. Und der Erlös aus den Sparschweinen des Bistros kommt dem Kindergarten zu Gute.
Zum Stück: Der Bauer Hans Trinkaus (Erwin Zimmer) hat beim Kartenspiel seine Frau Beate (Conny Wunderlich) und den ganzen Bauernhof an den Bauern Karl Huber (Werner Raatz) verloren. Um die Schuld nicht einlösen zu müssen, muss er verschwinden. Blöd nur, dass er gerade jetzt eine Erbschaft
antreten soll, die seine Anwesenheit erforderlich macht. Er soll seiner Frau in Anwesenheit des Notars – mit Sprach- und Gehfehler- Alfred Hähnlein (Otto Brodthage) gestehen, dass er seit Jahren einen unehelichen Sohn mit Frau Dunja Dattel aus Bad Harzburg hat. Weshalb er auch jährlich im September zur Zuchtbullenversteigerung dorthin fuhr. So muss der Knecht Maximilian Knüppeldick (Peter Lüders)in die Rolle des Bauern schlüpfen. Dieser macht sich natürlich Hoffnungen, endlich Bauer auf dem Hof zu werden.
Hans wacht jedoch frühzeitig aus dem Tiefschlaf auf und kontrolliert als Frau verkleidet das Geschehen. Er muss miterleben, wie die abergläubische Magd Hanna Huscher (Karin Brodthage) bei jedem Hahnenschrei über einen anderen Mann herfällt, da ihr Horoskop ihr eine zweideutige Prophezeihung gemacht hat.
Seine Tochter Karin (Nicola Poerschke-Wagner) ist verzweifelt, da sie glaubt, Karl Huber, der Vater ihres Freundes Nico ( Erich Herzberg jun.), sei auch ihr Vater. Plötzlich blickt niemand mehr durch, welches Kind zu wem gehört. Ständig tauchen neue Väter, Mütter und Kinder auf. Mandy
Schlupfloch (Jessica Möhlenbrock), aus dem Osten rübergemacht, sucht mittels langer Unterhose ihren Vater und findet ihn im Knecht Max. Didi Dattel (Vincent Langer), der schwule uneheliche Sohn vom Bauern Hans, erscheint als Paradiesvogel und schließt sich Karl an, der plötzlich seine weibliche Seite entdeckt. Die beiden wollen in Seesen ein Spezialunterwäschegeschäft für schöne Männer eröffnen.
Nico und Karin können doch noch heiraten, da Beate schließlich die Übersicht gewinnt und die Erbschaft vereinende Wirkung zeigt. Der mutterlose Notar Hähnlein verfällt beim letzten Hahnenschrei endgültig Hannas verbrannten Spiegeleiern.
Regie führte Ursula Hanelt. Für die Technik waren Daniel Finster und Torsten Wagner zuständig. Die Bistro Leitung hatten Ulla Bresler und Regina Sturmat mit ganz vielen Helfern.