Widerstand gegen Windräder wächst

Ortsrat befasste sich mit diffizilem Thema

Der Bornhäuser Ortsrat hatte während seiner jüngsten Zusammenkunft über die Pläne des Großraumzweckverbandes Braunschweig zu befinden, der seine neuesten Planungen zu Windenergiepotentialflächen in Seesen vorstellte. Dabei ist vor Bornhausen eine solche Fläche geplant, die von der Autobahn A7 bis zur B 234 n der Nähe des Kleingartenvereins reicht.

Diese Fläche könnte mit Windenergieanlagen bebaut werden, die 150 Meter Nabenhöhe haben und 200 Meter hoch sind. Eine Höhe wie sie im gesamten Landkreis noch nicht vorkommen ist. In der Begründung des Großraumverbandes wird darauf hingewiesen, dass Bornhausen in der Hauptwindrichtung liegt, und von den Lärmemissionen betroffen sein werde. Man kommt in dem Gutachten aber zu dem Schluss, dass in Bornhausen ja der Lärm der Autobahn bereits so stark sei, dass es auf den zusätzlichen Lärm nicht mehr ankomme. Eine wahrhaft wahnwitzige Begründung, so der Ortsrat, frei nach dem Motto: wo es schon laut ist, kommt es durch zusätzlichen Lärm nicht mehr an.
Man sei allerdings der Meinung, dass die Autobahn, die gerade auf sechsspurigen Betrieb umgestellt wird und ohne Lärmschutzmaßnahmen in Bornhausen geplant ist, genug Beeinträchtigungen für den Ortsteil sind.
Der Ortsrat, der durch die anwesenden Bürger größtenteils unterstützt war, hatte noch ein paar mehr Argumente gegen die Ausweisung des Gebietes. Nämlich die „Konkurrenz“ zu den Windmühlen auf dem Heber, die in unmittelbarer Nähe stünden, die Aufhebung der Schutzzonen zum Harz, die so nicht hinnehmbar sind, der Schattenwurf der Bornhausen treffe und dass überhaupt keine Höhenbegrenzung mehr vorhanden sei. Was, wenn bei Ersatz der Anlagen dann 300 oder 400 Meter technisch möglich sind?
Die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes des Vorharzes ist ein weiteres Argument, dass der Ortsrat dem Stadtrat weitergeben will. Denn dort wird entschieden. Und der Ortsrat Bornhausen hofft, dass diese in seinem Sinne geschieht.
Die Mandatsträger haben übrigens alle Bornhäuser aufgefordert, ihre persönlichen Bedenken gegenüber der Windanlage zu äußern. Schriftlich oder per Mail beim Zweckverband Großraum Braunschweig, Frankfurter Straße 2 in 38122 Braunschweig.
Des Weiteren hat der Ortsrat entschieden, die Eichen, direkt an den Grundstücken im Flachsrotten, durch Rotdornbäume zu ersetzen. Die Eichen hätten Ausmaße angenommen, die nicht gut mit den Häusern und der Straße harmonieren.
Auch beim Ausbau der Kreisstraße durch Bornhausen sollte man den Landkreis auffordern, an der Ecke Hinter den Höfen Domänengarten, den Baum mitten auf der Straße, der bereits wegen Wachstumsproblemen weggenommen ist, nicht mehr zu ersetzen sondern auf der Kreuzung eine Insel mit Flachborden zu bauen.