Windenergie: Kontroverse Debatte im Kreistag

So könnte es bald in Bornhausen aussehen. (Foto: Neufeld)

Geschützter Rotmilan angeführt / Abstandseinhaltung in Bornhausen soll überprüft werden

Die Diskussion um den 87 Hektar großen Standort Bornhausen für Windkraftanlagen hat den Kreistag erreicht. Die Mitglieder debattierten am Montag heftig und kontrovers über das Thema.

Vor allem CDU, Linke und Bürgerliste sprachen sich gegen die Pläne des Zwecksverbands Großraum Braunschweig (ZGB) aus. SPD, FDP  und Grüne votierten dafür. Landkreisweit will der ZGB an sechs Standorten, darunter Bornhausen, Gebiete für Windkraftanlagen in dem sogenannten Regionalplan ausweisen.
„Eine Verspargelung der Landschaft“, befürchtet Henning Wehrmann (Bürgerliste). Linken-Vertreter Hans-Werner Kihm erinnert an den schützenswerten Rotmilan, der sich im Gebiet niedergelassen hat. Dr. Andreas Warnecke (CDU) führte den Abstand der Anlage zur Wohnbebauung an: „Laut einem bayrischen Urteil muss dieser das zehnfache der Höhe der Anlage betragen”.
Cornelia Grote-Bichoel (Grüne) wies auf die Intelligenz der Tiere hin: „Sie werden sich an die Windkraftanlagen gewöhnen”. Bei getöteten Tieren an Autobahnen und ICE-Strecken sagt niemand etwas, so die Grüne. Zudem ist der Autobahnlärm da, dann störe solch eine Anlage nicht, fügte sie an. Die Stellungnahme des Landkreises wurde mit 22 zu 18 Stimmen angenommen. Bornhausen soll beim Abstand geprüft werden, der Landkreis hat Hinweise auf dessen Unterschreitung. Zudem soll das negative Votum aus Seesen berücksichtigt werden.