Arbeitsgruppe nimmt Arbeit auf

Der Hochofen in Bornum wurde vom größten Schmutzt befreit.

Gröbster Schmutz am Hochofen in Bornum beseitigt / Nächstes Treffen am 15. Juni

Wer ein Industriedenkmal erhalten möchte, muss einen langen Atem haben und selbst mit anpacken können.

Genau das hat die neue Arbeitsgruppe, die sich zum Erhalt des Hochofens gefunden hat, am vergangenen Wochenende bewiesen. Bei angenehmen Temperaturen und herrlichem Sonnenschein trafen sich zehn Freiwillige, die den Platz rund um das historische Baudenkmal vom gröbsten Schmutz und Wildbewuchs befreit haben. Überall an dem Gemäuer wachsen kleine Triebe von Bäumen und andere Wildpflanzen in den Fugen. Eine Menge Arbeit, die noch bewältigt werden muss. Nach etwa zwei Stunden zeigte sich bereits ein großer Fortschritt. Die gefüllten Säcke wurden zufrieden zur Seite gestellt und die Harken, Besen und Fugenreiniger wieder mit nach Haus genommen.
Nach dem Einsatz fand um 19 Uhr ein Treffen am Dorfgemeinschaftsraum an der Grundschule Bornum statt. Ziel war es, den erforderlichen Rahmen und den Weg zu einer passenden Strategie zum Erhalt des historisch wertvollen Turmes zu finden. Der Hochofen befindet sich auf städtischen Boden. Momentan ist er im Besitz einer Privatperson. Die Arbeitsgruppe, die sich als Sparte an den Verein für Heimatkunde im Ambergau angegliedert hat, plant aus diesen Gründen zurzeit nur die Reinigung und den Bau von Sitzbänken oberhalb des Ofens. Weitere Schritte müssen wohlüberlegt sein und mit der Stadtverwaltung sowie dem Besitzer abgestimmt werden. Nach diesem erfolgreichen Nachmittag blicken die Arbeitsgruppe und der Verein für Heimatkunde im Ambergau positiv in die Zukunft. Ein großes und vorderes Ziel ist es, den Hochofen wieder in das Bewusstsein der Ambergauer zu rücken.
Die Arbeitsgruppe ist offen für weitere interessierte Bürger, die sich für den Erhalt des alten Bauwerks einsetzen möchten. Das nächste Treffen ist für den 15. Juni um 17 Uhr am Hochofen geplant. Im Anschluss werden ab 19 Uhr die Ziele und Aktionen für die zukünftige Arbeit festgelegt werden. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.heimatkunde-ambergau.de.