Heinz Warnecke – ein „Urgestein“ verlässt die Brücke

Der Vorsitzende des KSV Gandersheim, Axel Ambrosy (links), bedankte sich bei Heinz Warnecke für dessen geleistete Arbeit.
 

35 Jahre an der Vereinsspitze des SV „Horrido“ Bornum / Schützenhaus und Schießanlage ausgebaut

Nach mittlerweile 57 Jahren Vereinszugehörigkeit, davon 33 Jahre als 1. Vorsitzender und zwei Jahre als 2. Vorsitzender des Schützenvereins „Horrido“ Bornum am Harz, hat nun ein „Urgestein“ der Bornumer Schützengemeinschaft seine Ämter zur Verfügung gestellt. Heinz Warnecke ist zwar als Vorsitzender abgetreten, wird aber sicherlich in der einen oder anderen Weise weiterhin dem Verein zur Verfügung stehen.
Zusammen mit 25 Jugendlichen war Heinz Warnecke 1955 in den Verein eingetreten. Es erfolgte die Ausbildung zum Jugendleiter, zum Schießsportleiter und zum Fachschießsportleiter. Im „Horrido“-Vorstand war Heinz Warnecke zunächst in der Jugendarbeit und dann einige Jahre als 1. Schießsportleiter aktiv.
Da die Schützenvereine zunächst nicht vom Niedersächsischen Sportbund als sporttreibende Vereine anerkannt waren, wurde zunächst je Kreisverband ein Verbindungsmann zu den Sitzungen des Landessportbundes zugelassen. Heinz Warnecke bekam diese Aufgabe vom Kreisverband Gandersheim zugetragen und war acht Jahre als Verbindungsmann zum LSB aktiv. In dieser Zeit konnte er einige Zuschüsse für die Vereine des Kreisverbandes erwirken.
1977 dann übernahm Heinz Warnecke den Vorsitz beim SV „Horrido“. Dieses Amt bekleidete er bis heute 33 Jahre lang – unterbrochen nur durch zwei Jahre wegen eines beruflichen Auslandsaufenthaltes. Von 1989 bis 2005 war Heinz Warnecke zudem 16 Jahre im Kreisschützenverband Gandersheim als 2. Vorsitzender tätig.
In den Jahren seiner Amtszeit wurde ordentlich Hand angelegt an Schützenhaus und Schießanlage. So sorgte Warnecke bei den vielen Umbauarbeiten im Schützenhaus unter anderem für den Einbau einer Zentralheizung. Es wurde zudem in mehren Einzelschritten die KK-Bahn mit vier Ständen überdacht. Durch eine besondere Steuerung kann hier auch auf fünf Ständen mit Luftdruckwaffen geschossen werden. Daneben wurden einige Pressluftgewehre mit Zubehör, eine Auswertungsmaschine sowie ein Waffenschrank, eine moderne Laseranlage und Schützenkleidung für die Jugendlichen angeschafft.
Da die Räumlichkeiten für den Schießbetrieb nicht mehr ausreichten, wurde unter Warneckes Leitung 2002 mit dem Anbau eines Mehrzweckraumes begonnen, der 2003 eingeweiht werden konnte. Bedingt durch den nachlassenden Besuch bei den großen Zeltfesten wurden Zelte angeschafft, in denen vor dem Schützenhaus im kleinen Rahmen gefeiert werden konnte.
Während Heinz Warneckes Amtszeit wurden mehrere Jugendzeltlager im Siebertal und an der Weser durchgeführt. Die Schützenfeste in Bornum waren nicht nur bei der Bornumer Bevölkerung beliebt und bleiben in guter Erinnerung.
Auch die Geschichte des „Horrido“ lag Warnecke am Herzen. Er hat in vielen Akten das Vereinsleben von 1927 bis heute archiviert, die ersten Königsketten aufgearbeitet und in Vitrinen untergebracht. Die Chronik des Vereins hat er immer wieder ergänzt und fortgeschrieben.
Mit Worten des Dankes an die Jugendleitung für die hervorragende Betreuung der 22 Jugendlichen sowie an die Vorstandsmitglieder und Mitglieder sagte er zum Schluss: „Das Beste allerdings, was dem Horrido Bornum passieren konnte, war die Gründung der Damengruppe 1960.“