Neuer Antrag für das Dorferneuerungsprogramm

Die Bornumer Turnhalle soll saniert werden – das ist einer der Wünsche des Ortsrates für den städtischen Haushalt 2015.

Bornum gibt seine Wünsche für den Stadthaushalt 2015 bekannt / Infoflyer der Vereine geht bald in Druck

Es ist schon eine eindrucksvolle Wortschöpfung, dieses „Liegenschaftskonzept“ der Stadt Bockenem. Doch noch eindrucksvoller sind die Kosten, die mit ihm verbunden sind. Die Zusammenstellung erfasst nämlich in allen 18 Ortsteilen die in städtischem Besitz befindlichen Bauten wie Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshäuser, Schulen und sonstigen Gebäude. Es zeigt sich, dass hier ein außerordentlich hoher Sanierungsbedarf besteht, der in die Hunderttausende geht. Es sind darunter viele Maßnahmen, die schon seit Längerem auf der Agenda stehen. Doch vorerst einmal wollte die Stadt diese Auflistung erstellen, um einen Gesamtüberblick zu erhalten.
Was die Ortschaft Bornum betrifft, wo der Ortsrat am vergangenen Donnerstag tagte, so findet sich im größten Ortsteil in diesem Liegenschaftskonzept unter anderem die Turnhalle wieder, die aus Bornumer Sicht mit Isolierungs- und Anstricharbeiten schon seit Längerem auf der Wunschliste steht. Doch wären dort zusätzlich noch andere Arbeiten erforderlich. Auch das DRK-Gebäude in der Heerstraße findet sich in diesem Kompendium. Und schon stellt sich erneut die Frage nach einem Vereinsdomizil.
Alte Forderungen für
Haushalt 2015 wiederholt

Als der Ortsrat jetzt seine Anforderungen an den Haushaltsplan für das kommende Rechnungsjahr 2015 diskutierte, sah er sich gehalten, im Wesentlichen nur alte Forderungen zu wiederholen, nämlich neben der Turnhalle und dem DRK-Gebäude neue Fenster in der Feuerwehrfahrzeugbox, die Sanierung von Heerstraße und Holzweg und die Beschilderung zum Hochofen, von Rad- und von Wanderwegen. Neu lediglich ist der Wunsch nach etwa fünf Tütenboxen für Hundekot, alternativ Papierkörben, und der Antrag an die Stadt, das Hochofengelände käuflich zu erwerben.
Hierfür hatte sich Niels Oelhoff stark gemacht, indem er einerseits die bislang anhaltende Stagnation bei der Hochofenthematik kritisierte und dabei die Stadt anging, andererseits auf die offensichtliche Gesprächs- und Verkaufsbereitschaft des Eigentümers hinwies. Harsche Kritik wurde bei der kurzen Aussprache dazu auch in Richtung der Denkmalschutzbeauftragten des Landkreises Annegret Klauke geäußert, die eingeschaltet wurde, doch offensichtlich überfordert sei. Ihre Mitteilung „das Verfahren läuft“, zieht sich mittlerweile schon über ein Jahr hin und für ein Gespräch sei sie bislang nie zu erreichen gewesen. Zu dem Antrag das Hochofengelände durch die Stadt erwerben zu lassen, kam der Hinweis, in diesem Fall dann auch zu prüfen, ob es den Boden betreffend keine Belastungen aufweise.
Neuer Antrag für das
Dorferneuerungsprogramm

Ortsbürgermeister Ralf Marten informierte über den Stand der erneuten Antragstellung für das Dorferneuerungsprogramm. Dies soll bis zum 31. Juli geschehen. Nachdem der vorherige Antrag abgelehnt wurde, weil vor allem die darin erfassten Ortschaften am Harplagenrand strukturell nicht zusammenpassten, sind nun Ilde, Hary und Störy herausgenommen worden und unter dem Titel „Dorferneuerung Ambergau-Süd“ finden sich in dem Antrag jetzt Bornum, Königsdahlum, Wohlenhausen, Jerze, Ortshausen und Mahlum. Mittlerweile, so hieß es, sei die Förderung privater Maßnahmen innerhalb dieses Programms stark eingeschränkt worden. Zumal sei die Konkurrenz mit anderen Antragstellern sehr groß, so dass nicht unbedingt damit gerechnet werden könne in dem Programm Aufnahme zu finden.
Offene Themen innerhalb Bornums seien nach wie vor diverse Schäden an einigen Straßen, zu denen der Fischerberg, die Schafswäsche, der Maschweg und der Wiesengrund gehörten, zeitliche Überschneidungen bei der Grünflächenpflege, die sich in Bornum ein ehrenamtlicher Helfer, ein Subunternehmer und der städtische Bauhof teilen, das Problem, dass manche Grünflächen von privater Seite aus Altersgründen nicht mehr gepflegt werden können und die Anschaffung eines Vereinsbanners. Was die Ortschaftsmittel anbelange, so ständen zur Zeit wenig Ausgaben an, so dass die Kassenlage sich günstig entwickele. Für das Dorffest stelle man wieder 300 Euro zur Verfügung.
Über den Stand eines in Arbeit befindlichen gemeinsamen Flyers der 10 Bornumer Vereine, informierte der Ortsbeauftragte Oliver Erlebach. Alles laufe sehr günstig und ein Probedruck liege inzwischen vor. Die 1000 anvisierten Exemplare auf Hochglanzpapier würde man für etwa 600 Euro bekommen, was für die beteiligten Vereine kostenmäßig eine geringe Belastung darstelle. Dieser Flyer werde auch einige Werbeanzeigen beinhalten.
Von Einwohnerseite war auf dieser Ortsratszusammenkunft erneut der Zustand der Werkstraße kritisiert worden. Der Ortsrat, die Stadt und die Kreistagsabgeordnete Ulrike Schumann wurden gebeten, dem Kreis gegenüber, bei dem diese Straße auf der „Roten Liste stehe“, am Ball zu bleiben. Überholungsbedürftig sei zudem der Bürgersteig. Zu überlegen sei, ob für diese in Trägerschaft des Landkreises liegende Straße innerörtlich gegebenenfalls eine Geschwindigkeitsbegrenzung mit 30 km/h ausgesprochen werden könne. Ein Weiteres: vom Landkreis solle eine Antwort dahingehend eingefordert werden, dass der bei der Wilhelmshütte bestehende Chemiebetrieb bei Hochwassersituationen mit seiner Produktion tatsächlich keine Gefahr darstelle.