Neuer Einsatzwagen für die DRK-Bereitschaft

Der DRK-Kreisverband Hildesheim-Marienburg hat den Bornumer und Rhüdener Aktiven einen neuen Rettungswagen übergeben. Der Vorgänger musste aufgrund des hohen Alters ausgemustert werden. (Foto: Vollmer)
 

„Ein guter Tag für die Bereitschaft und die Ehrenamtlichen“

Aus der Hand von Uwe Dombeck, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Hildesheim-Marienburg, haben die Aktiven der DRK-Bereitschaft Bornum-Rhüden den Schlüssel für einen neuen Rettungswagen in Empfang genommen. Damit sind die Retter aus dem Südkreis für die ehrenamtliche Arbeit in Zukunft noch besser aufgestellt.
Genau genommen handelt es sich nicht um ein nagelneues Fahrzeug. Der moderne Rettungswagen, Baujahr 2007, war schon einmal bei den Kollegen im bayrischen Lichtenfels unterwegs. „Mit unserem neuen Einsatzfahrzeug sind wir für unsere ehrenamtliche Arbeit künftig noch besser aufgestellt“, erklärte Bereitschaftsleiter Jürgen Schipplick, der die Papiere stellvertretend für das 18-köpfige Team der Bereitschaft in Empfang nahm. Der 25.000 Euro teure VW Crafter 50 TDI komplettiert den ehrenamtlichen Einsatzzug des DRK-Kreisverbandes Hildesheim-Marienburg und steht darüber hinaus mit speziell ausgebildetem Personal als Schnell-Einsatzgruppe (SEG) für den erweiterten Rettungsdienst zur Verfügung. Das Vorgängerfahrzeug musste aufgrund seines Alters ausgemustert werden.
„Sollten im Falle eines Rettungseinsatzes die normalen Kapazitäten nicht ausreichen, so stehen wir binnen kürzester Zeit nach Alarmierung zusätzlich mit unseren Rettungswagen und Helfern bereit“, betonte der Kreisgeschäftsführer. Als Beispiel nannte Uwe Dombeck den Brand im Senioren- und Pflegezentrum Berndt in Volkersheim. Im August war die Bereitschaft des DRK-Kreisverbandes mit drei Fahrzeugen sowie acht ehrenamtlichen Rettern im Einsatz. Die gut ausgebildeten Helfer aus Bornum und Rhüden seien eine von insgesamt sechs DRK-Bereitschaften im Landkreis Hildesheim, informierte Dombeck. Mit ihren Kräften decke sie fast das gesamte medizinische Spektrum ab. In unterschiedlicher Zusammensetzung bestritten die Rotkreuzler im Laufe dieses Jahres bereits 56 Einsätze im Bereich des Sanitätsdienstes.
„Für die Bereitschaft ist es heute ein guter Tag. Wir können mit dem neuen Fahrzeug unsere ehrenamtliche Arbeit zukünftig noch besser leisten“, erklärte Jürgen Schipplick. Die Beschaffung eines neuen Rettungswagens sei die richtige Entscheidung gewesen. „Damit wird deutlich, dass die ehrenamtliche Arbeit in unserem Kreisverband nun wieder den richtigen Stellenwert hat, die sie zur Erfüllung der vielfältigen Aufgaben benötigt“, betonte der DRK-Mann. Das Präsidium und der Leitungsausschuss hätten sich dem Wunsch nicht verschlossen, sondern positiv darauf reagiert. So konnte das Projekt dann in die Tat umgesetzt werden. Ein weiterer Dank galt dem Landkreis Hildesheim, der dem Kreisverband Mittel aus dem Topf des Katastrophenschutzes zur Verfügung gestellt hat.
Die Bornumer DRK-Vorsitzende Ines Schipplick erklärte, dass für eine effektive Hilfe eine entsprechende Ausrüstung wie Räume, Material und Einsatzfahrzeuge erforderlich sei. „Alle Anforderungen können wir aber nicht selbst erfüllen“, gab die Vorsitzende zu bedenken. Alle Helfer seien bereit, Verantwortung für Mitmenschen zu übernehmen. Glückwünsche überbrachte auch der Erste Kreisrat Olaf Levonen.
Der Rettungswagen aus der dritten Generation verfügt über eine umfangreiche medizinische Ausstattung. Dazu gehören insbesondere ein Defibrillator, EKG-Überwachung oder ein Beatmungsgerät. Darüber hinaus ist es möglich, die Sauerstoffsättigung im Blut des Patienten zu überwachen. Mit entsprechendem Schienenmaterial und anderen Hilfsmitteln können Patienten auf eine Trage umgelagert werden. Kreisverbandsarzt Dr. Udo Brüsch kündigte für Anfang 2013 eine weitere Investition an: „Wenn uns der Hersteller nicht im Stich lässt, werden wir dem Team um Kreisbereitschaftsleiter Jürgen Knoll einen nagelneuen Gerätewagen Technik übergeben.“ Einzelheiten wollte der Mediziner derzeit aber noch nicht nennen. Brüsch lobte die kontinuierliche Arbeit der Bereitschaft im Süden des Landkreises. Das ehrenamtliche Engagement könne gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.