Nun darf wieder getobt werden

Der große Moment: Das Absperrband wird durchschnitten.

Neues Spielgerät in Bornum wird eingeweiht / Über 8.000 Euro an Spenden eingesammelt

Noch nicht einmal ein Jahr ist es her, als das alte Spielgerät auf dem Bornumer Spielplatz am Feuerwehrhaus aus Sicherheitsgründen abgebaut werden musste. Das Holz war an mehreren Stellen morsch geworden. Auch wenn es nicht zur Grundausstattung der Spielplätze gehört, entschied der Ortsrat schnell: Ein Neues muss her! So verging seitdem kaum eine Veranstaltung, in der nicht Spenden gesammelt wurden. 9.500 Euro sollte die Kletterburg kosten, der Ortsrat selbst wollte sich mit bis zu der Hälfte der Summe beteiligen.
Am Sonnabend wurde das neue Spielgerät nun eingeweiht. Bei bestem Herbstwetter warteten viele Kinder auf die Freigabe. Zuvor dankte Ortsbürgermeister Hans-Hermann Niehoff allen Spendern und denjenigen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben: „Hier haben alle Vereine im Dorf mitgeholfen. Da sieht man wieder einmal, dass auf die Gemeinschaft Verlass ist, wenn man sie braucht.“ Leise Kritik übte er jedoch auch: „Außer der hohen Spendenbereitschaft wurde uns leider nicht sehr viel zugearbeitet.“ Doch das Trübte die Stimmung an diesem Tag nur wenig.
Gefertigt wurde das Spielgerät komplett von der Holzwerkstatt des Diakonischen Beratungsdienstes in Goslar, wo auch der Bornumer Joachim Röpke arbeitet. „Wir bauen solche Geräte seit zwölf Jahren. Für uns ist es eine Standardarbeit. Bis auf den Aushub und das Füllen mit Sand haben wir vom Fundament bis zum Aufbau alles selbst gemacht. Wir können also so etwas wie ein ‘Rundumsorglos-Paket’ anbieten“, berichtet Frank Spaich, Leiter der Werkstatt der Diakonischen Beratungsdienste in Goslar.
„Wir haben nicht an der Qualität gespart. Das Bangkirai-Holz soll 20 Jahre halten. Ein neues Spielgerät werde ich dann wohl nicht mehr erleben“, meinte Niehoff schmunzelnd und weiter, „es ist gut angelegtes Geld für die Zukunft.“ Das Ortsratsmitglied Ralf Marten enthüllte dann den aktuellen Spendenstand. Schon 8.185,18 Euro sind zusammengekommen. „Das ist eine stolze Summe und viel mehr, als wir gedacht hatten“, freute sich der Ortsbürgermeister. Der Stammtisch des VfR Bornum überreichte am Eröffnungstag noch einen, bereits eingerechneten, Scheck von 555 Euro. Demnächst sollen auch noch Plaketten mit den Namen der Spender angefertigt werden. Zur Belohnung für die große Spendenbereitschaft gab es Essen und Getränke an diesem Tag schon einmal frei.
Dann war es endlich soweit. Zwei Kinder durften das Absperrband zu „ihrem“ neuen Spielgerät durchschneiden. Viele hatten bis dahin gar nicht mehr gewartet, sondern kletterten bereits zuvor munter umher. Nun hoffen alle verantwortlichen natürlich, dass es auch in Zukunft so gut genutzt wird, wie am ersten Tag.

Der große Moment: Das Absperrband wird durchschnitten.