Russische Klänge in Bornum

Der russische Slavinski-Chor reist seit 20 Jahren durch Westeuropa und ist nun auch in Bornum zu hören.

Slavinski-Chor und Ensemble Okolitsa sind am 26. September in der Kirche zu hören

Ein besonderes Musikerlebnis gibt es am Montag, 26. September, in der Bornumer Kirche zu hören.

Der russische Slavinski Chor sowie das ebenfalls russische Ensemble Okolitsa sind dann zu Gast. Das Konzert kommt auf Vermittlung der ehemaligen Bornumerin Ulrike Wecken-Gaschler zustande. Diese hat das deutsch-russische Kulturprojekt „Slavinski-Chor“ bei einer Konzertprobe in Kaluga im Jahr 2014 kennengelernt. Im vergangenen Jahr folgte eine Konzertreise in die Region Hannover, wo Wecken-Gaschler lebt. Dort sind die russischen Musiker auch diesmal zu Gast. Auf ihrer Weiterreise Richtung Süden legen sie einen Zwischenstopp in Bornum ein.
Seit mehr als 20 Jahren sind die Sängerinnen und Sänger auf ihren Konzertreisen durch Westeuropa um einen kulturellen Austausch mit Russland bemüht „Ziel ist es, auf musikalischer Ebene mit Vorurteilen aufzuräumen“, erklärt der Begründer und Chorleiter Valeriy Slavinski. Bei den Konzerten darf sich das Publikum auf kirchenslavische Lieder unter anderem von Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow, Stücke eruopäischer Musiker wie Robert Schumann und auf altbekannte Volkslieder wie Kalinka freuen. Sie sind gespickt mit einem Hauch Melancholie und Sehnsucht nach einem besseren Leben.
Ein Augenfang für das Publikum ist das Jugendensemble „Okolitsa“ (Dorfende) aus Obninsk mit ihren landestypischen Trachten. Die jungen Mädchen zwischen zwölf und 15 Jahren präsentieren Volkslieder aus verschiedenen Regionen Russlands. Dabei bilden sie mit ihren Liedern Themen ab, die die Menschen in Russland im Alltag bewegen.
Es wird kein Eintritt erhoben sondern eine Spende erbeten. Sie dient zur Deckung der Unkosten der Reise. Die Musiker bekommen keine Gage, sie nehmen teilweise unbezahlten Urlaub. Hier gibt es auf beiden Seiten viel Idealismus und Interesse an der Musik als ein besonders Medium der Verständigung – auch wenn es mit der Sprache teilweise gar nicht geht.