Unbedenklicher Baustellen-Staub?

Tag und Nacht wurden in den vergangenen Wochen auf dieser Anlage abgebrochene Autobahndecken für den erneuten Einbau geschreddert. (Foto: Klaube)

Bornumer Bürger haben unter Arbeiten im Verlauf der BAB 7 zu leiden / Ortstermin soll vereinbart werden

In den zurückliegenden Wochen ist südlich von Bornum ein kleines Gebirge aus zermahlenem Autobahnabraum entstanden. Tag und Nacht, oft rund um die Uhr, hat die große Schredderanlage gearbeitet und dabei für einen nicht unerheblichen Anwohnerprotest gesorgt, der auch den Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung beschäftigte.
Die Anlage liegt etwa 500 Meter vom Dorfrand entfernt. Vor allem bei Südwindlagen sei der Anfall von Staub und Dreck enorm gewesen. Er liege überall auf Haus und Garten, auf der Terrasse und den Grünflächen, beschwerte sich ein Anwohner, der in gleicher Weise über den enormen Lärm der Brecheranlage klagte. So habe er manchmal nachts schon mit Ohrenstöpseln schlafen müssen. Was die Staubbelastung anbelange, so habe er nur einmal auf der Anlage einen Wagen gesehen, der Wasser versprühte. Wasser sei in den trockenem Tagen dort sonst wohl nie eingesetzt worden. Das sei den Anwohnern nicht zuzumuten. Bei jeder Lärmbelästigung durch ein Gartenfest schreite die Polizei ein. Hier aber werde Unzumutbares geduldet.
Innerhalb der Diskussion im Ortsrat wurde auch der Verdacht geäußert, dass das auf der Anlage verarbeitete Autobahnmaterial möglicherweise die gesundheitsgefährdenden PAK-Stoffe enthalte, die inzwischen zu einem ernsthaften Thema geworden sind, weshalb zum Beispiel geschreddertes Material, das von Privatleuten zur Befestigung von Flächen auf dem eignenen Grundstück angefordert worden war, nun auf deren Kosten als Sondermüll beseitigt werden muss.