Unbekannter schießt auf Katze

Jan Steffen und Petra Mescher hoffen darauf, dass der Schütze bald gefasst wird. Hund Spocki tröstet das Paar ein wenig über ihren Schmerz hinweg. (Foto: Vollmer)

Kugel bohrte sich in das Rückenmark / Zweijähriges Tier musste eingeschläfert werden

Jan Steffen und Petra Mescher können immer noch nicht fassen, dass ihre Katze Gini nicht mehr lebt.

„Jemand hat auf das Tier geschossen. Die Verletzungen waren so schwer, dass es keine Rettung für sie gab. Gini ist gerade mal zwei Jahre alt geworden“, erzählt Jan Steffen traurig. Als die beiden Bornumer am vergangenen Sonnabend mit Bekannten in Rhüden beim Essen saßen und plötzlich das Handy klingelte, konnten sie noch nicht ahnen, welche dramatischen Szenen sich gerade vor ihrer Wohnung am Zollhaus abgespielt haben. „Eurer Katze geht es nicht gut. Sie kann überhaupt nicht mehr laufen“, teilte ihnen eine Nachbarin mit. Jan Steffen und seine Lebensgefährtin ließen alles stehen und fuhren kurzerhand zurück nach Bornum.
Vor Ort erfuhren sie dann die gesamte Geschichte: Zeugen hätten beobachtet, wie die einst so quirlige Gini durch einen nahe gelegenen Zaun geschlüpft ist. Die Anwohner haben sofort bemerkt, dass da etwas nicht stimmt. „Sie ist mit ihren beiden Vorderpfoten mehr über die Straße gerobbt. Man könnte es auch mit einer Querschnittlähmung vergleichen“, berichtet Jan Steffen. Beim näheren Betrachten war aber keine offene Wunde festzustellen. Ein Tierarzt gab ihnen telefonisch den Rat, noch bis zum nächsten Tag abzuwarten. Es hätte sich auch um eine kurzfristige Lähmungserscheinung handeln können. Weil die Beschwerden am Sonntagmorgen aber immer noch akut waren, starteten die Bornumer in eine Tierklinik nach Salzgitter.
Das Röntgenbild brachte dann Klarheit in den Fall: Es steckte eine Kugel auf der linken Seite der Wirbelsäule. Ebenso waren darauf diverse Absplitterungen zu sehen. Über Nacht blieb Gini, die im Dezember 2015 aus dem Hildesheimer Tierheim nach Bornum gekommen ist, zur Beobachtung in der Klinik. Der Veterinär empfahl ihnen, in Braunschweig eine zusätzliche Untersuchung im CT vornehmen zu lassen. In dem speziellen Verfahren sahen die Experten wenig später, dass wenn überhaupt nur eine sehr aufwändige Operation Gini helfen könnte, wieder auf die Pfoten zu kommen. „Für den Erfolg konnte aber niemand eine Garantie übernehmen. Die runde Kugel, die gut auf dem Röntgenbild zu sehen ist, hat das Rückenmark schwer beschädigt. Wirbelkörper waren eingedrückt“, berichtet Jan Steffen. Die Kosten für den komplizierten Eingriff wurden mit bis zu 3.000 Euro beziffert.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der gesamten Ausgabe vom 19. September 2016.