Wie komme ich in Adventsstimmung?

Lange Reihen in der Turnhalle: Über 150 Bornumer Senioren kamen zur diesjährigen Senioren-Adventsfeier.

Bornumer Senioren begehen ihre Weihnachtsfeier

Auch in diesem Jahr waren die Bornumer Senioren wieder zur Adventsfeier in die Sporthalle eingeladen. Weit über 150 waren gekommen, um bei Kaffee, Kuchen, weihnachtlicher Musik und netten Gesprächen ein paar fröhliche Stunden zu erleben. Ortsrat, DRK und die Feuerwehr hatten gemeinsam die Arbeit in die Hand genommen.
Zunächst gab es von Ortsbürgermeister Ralf Marten einen kleinen Rückblick auf das Jahr in Bockenems größtem Ortsteil: „Auch bei uns sind in 2016 Flüchtlinge angekommen.“ Trotzdem es zunächst einige Vorbehalte gegeben hätte, weil man lieber Familien anstatt rund einem Dutzend Jugendlicher und junger Männer bekommen hätte, sei es hervorragend gelaufen. Die neuen Mitbürger seien gut integriert und im Sportverein aufgenommen worden. „Einige gehen inzwischen auf weiterführende Schulen“, freut sich das Ortsoberhaupt.
Auch der Ausbau der Autobahn 7 sei inzwischen abgeschlossen. „Vieles ist gut geworden, aber nicht alle Wünsche wurden umgesetzt“, bilanziert Marten. Immerhin sei durch den sogenannten Pflüsterasphalt die Lärmbelästigung nun geringer. Auch das Thema „schnelles Internet“ hat die Menschen bewegt und mit dem hannoverschen Anbieter htp gebe es einen, der bald für die schnellen Leitungen sorgt. Ein weiteres Dauerthema, dass die Bornumer auch in 20ß17 und darüberhinaus bewegen wird, ist der Hochofen. „Es hat sich inzwischen ein Arbeitskreis mit 15 Personen gegründet und eine Nutzungsvereinbarung mit dem Eigentümer abgeschlossen. Gerne dürfen sich noch weitere Interessierte anschließen“, ist Marten froh, dass es nach jahrelangen Diskussionen auch dabei nun vorangeht.
Zuletzt wies er noch daraufhin, dass die Grundschule im kommenden Jahr eine größere Sanierung erhalten wird. Auch die Turnhalle werde erneuert. Investitionen von rund 700.000 Euro seien geplant. Mit der Turnhalle werde es zwar noch etwas dauern, Marten sprach von einem Zeitraum von drei bis vier Jahren, doch das zeige, dass das Dorf lebensfähig bleibe.
Pastorin Christina Sindermann beschrieb, wie man in Adventsstimmung kommen könne: „Man kann nicht einfach mit dem Finger schnippen und schon ist sie da.“ Das Datum, ein Spaziergang im Schnee oder der Besuch eines Weihnachtmarktes könnten dies sein. Auch, dass nach dem düsteren November mit vielen eher traurigen Gedenktagen ein neues Jahr und eine neue Hoffnung komme. Sie selbst sei ohne etwas dazugetan zu haben, in Weihnachtsstimmung gekommen. Das Vertrauen darauf, ohne große Planungen, sei wichtig.
Nach den Worten trat der Kammerchor „Incantare“ auf und brachte die Senioren mit seiner Musik ein wenig in die angesprochene Weihnachtsstimmung. Er zeigte einen kleinen Ausschnitt aus seinem Programm, dass auch am 18. Dezember ab 17 Uhr in der Bornumer Kirche zu hören sein wird. Während des Kaffeetrinkens unterhielt die Alleinunterhalterin "Wally" die Gäste.