Zum Abschluss flossen Tränen

„Tschüss, Herr Gräbig“, die Grundschule Bornum verabschiedet ihren Lehrer Friedrich Gräbig in den Ruhestand.
 
Friedrich Gräbig überreicht die Urkunde für den Schwimm-Staffelsieg an die 4a.

Grundschule Bornum verabschiedet 32 Viertklässler und Friedrich Gräbig

Heute beginnen in Niedersachsen die Sommerferien. Die Grundschule Bornum verabschiedete bereits gestern offiziell ihre Viertklässler und auch den dienstältesten Lehrer an der Schule, Friedrich Gräbig. Doch auch viele Ehrungen standen zum Abschluss des Schuljahres noch einmal auf dem Programm.
Den größten Punkt nahm allerdings der Abschied von Lehrer Gräbig ein. Er wurde mit Geschenken geradezu überhäuft: „Ich bin doch nur mit dem Moped da“, wusste er noch nicht, wie er die ganzen Bäume, Fotos, Karten und weiteres nach Hause bringen sollte. Kollegium, Elternvertreter, Förderverein warteten mit allem Möglichen auf. Zuletzt war „seine“ Klasse, die 4a an der Reihe und überreichte ein Geschenk nach dem anderen.
Die größte Freude, so Friedrich Gräbig, wurde ihm allerdings schon am Freitag gemacht. Beim Grundschul-Schwimmsportfest des SV Poseidon Bo-ckenem im Stadtbad belegte die Klasse beim Staffelwettbewerb den 1. Platz: „Das gab es noch nie, dass wir Bornumer da gewonnen haben!“ Seit 1994 unterrichtete der Lehrer an der Bornumer Schule. Als nach den Geschenkübergaben zur Melodie „Oh Susanna“ alle Schüler und Lehrer „Tschüss, Herr Gräbig“ sangen, wurde es für einige doch noch zu viel. Beim ein oder anderen Viertklässler flossen die Tränen.
Die 32 zukünftigen Fünftklässler wurden zuvor verabschiedet. „Ein sehr großer Jahrgang, für die nächste Zeit der letzte zweizügige“, erläuterte Rektorin Christine Luther, die die 2. Klasse innehatte und für die es daher auch etwas besonderes war. Für alle gab es vom Förderverein ein kleines Pyramidenspiel und von der Schule ein Schweißband, „wenn euch die Arbeit auf der neuen Schule mal zu viel wird“, meinte Luther und fügte hinzu: „Ihr wart ein sehr selbstständiger Jahrgang. Wenn man euch sagte, macht das mal, dann wurde es auch getan. Als wir vor drei Jahren weitere Schüler für das Orchester brauchten, seid ihr schnell eingesprungen. Das gab es bisher auch kaum, dass so viele Schüler gleich drei Jahre dabei waren.“
Vor den ganzen traurigen Verabschiedungen gab es noch einige Ehrungen. Es begann mit den Känguruh-Preisen der Mathe-Olympiade, an der die 3. und 4. Klassen teilnahmen. „Zum ersten Mal seit vielen Jahren haben wir da wieder einen der Hauptpreise“, freute sich Christine Luther. Christopher Waldmann aus dem Jahrgang drei schaffte dieses kleine Kunststück und erhielt ein Knobelspiel und ein T-Shirt. Linda Woltmann aus der 4a war die beste Bornumerin im vierten Jahrgang. Lilli Maria Schaper wurde Zweite der 3. Klasse. Rebecca Loske (4a) und Lennart Schuster (4b) folgten bei den Schulältesten.
Auch die zehn Streitschlichter übergaben ihre Aufgaben an ihre Nachfolger, die im zweiten Halbjahr dafür ausgebildet wurden. Die wohl größte Freude gab es aber bei der Verkündung der Ergebnisse des Grundschulschwimmfestes. „Wir schneiden da meist nicht so gut ab, weil wir kaum trainieren. Und so ging ich auch diesmal ohne große Hoffnungen ans Becken“, erklärte Friedrich Gräbig. Um so größer war die Freude, als er diesmal die Rechnung ohne seine Schüler gemacht hatte. Schon bei den Einzelwettbewerben war Manja Schenk die Punktbeste aller 4. Klassen. Lea Popowski war mit 49,71 Sekunden auf 50 Metern die schnellste Schwimmerin des Jahrganges vier.
Den Vogel schoss dann jedoch die zehnmal 50-Meter-Staffel der 4. Klassen ab. „Erst habe ich mich gefragt, ab wann ich sie denn anfeuern soll, denn am Start lagen wir erst weit hinten“, blickte Gräbig zurück auf den vergangenen Freitag. Dann arbeitete sie sich aber nach vorne und lag beim Anschlagen ganz vorne. „Am Ende war meine Stimme fast weg und das will schon was heißen“, so der Sportlehrer.
Auch die Englisch-AG zeigte anhand von Spinnen, was sie bereits gelernt hatte, die 1. und 3. Klasse unterhielt mit einigen Liedern. Zum Abschluss war noch einmal das Orchester an der Reihe. „Ferienzeit ist die schönste Zeit“ klang es durch die Sporthalle. Diese Zeit ist nun angebrochen.