4877 Studierende sind neuer Rekord

Volle Hörsäle an der TU Clausthal: Die meisten Neueinschreibungen gab es in Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsingenieurwesen. (Foto: Ernst)

Höchste Zahl in der 239-jährigen Geschichte der TU Clausthal

Nun liegt die offizielle Statistik vor: Im laufenden Wintersemester sind an der TU Clausthal 4877 Studierende eingeschrieben. Das ist die höchste Anzahl in der 239-jährigen Geschichte der Universität.

Die Zahl der Neuaufnahmen liegt in diesem Winter bei 871. Nur im Winter 2011 gab es durch den doppelten Abiturjahrgang in Niedersachsen mehr Studienanfänger (939) im Oberharz.
Bisher lag der Rekord bei insgesamt 4624 Studierenden, aufgestellt im vergangenen Winter. Im Vergleich dazu ist der Wert im aktuellen Wintersemester noch einmal um mehr als fünf Prozent angestiegen. Bereits in den beiden vorangegangenen Jahren erlebte die TU Clausthal einen neuen Spitzenwert bei der Studierendenzahl. Vor dem Boom der jüngeren Zeit hatte die Universität ihre größte Auslastung kurz nach der Wende. Im Winter 1991/92 waren 4163 Studierende immatrikuliert. Um die Jahrtausendwende fiel die Zahl hingegen auf unter 2500.
Die meisten Neueinschreibungen gab es erwartungsgemäß in den Studiengängen Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsingenieurwesen. Es folgen die Fächer Energie und Rohstoffe, Maschinenbau, Informatik/Wirtschaftsinformatik, Chemie sowie Chemieingenieurwesen/Verfahrenstechnik. Bei den internationalen Studierenden – mit einem Anteil von mehr als 27 Prozent an Studierenden aus dem Ausland zählt die TU zu den internationalsten Hochschulen Deutschlands – sind die Prioritäten ähnlich gelagert.
Gründe für die „nachhaltig positive Entwicklung“ sieht Universitätspräsident Professor Thomas Hanschke mehrere: Neben dem hohen Niveau in der Lehre und besten Berufsaussichten, die ein Abschluss in einem technisch-naturwissenschaftlichen Fach beschert, wirkten die persönliche Atmosphäre und die Internationalität an der TU Clausthal anziehend. Viele Studierende empfänden auch die Natur des Harzes und das umfangreiche Sportangebot der Universität als Pluspunkt.
Grundsätzlich gibt es in zahlreichen Hochschulen in Niedersachsen deutlich mehr Studienanfänger. Das Wissenschaftsministerium in Hannover spricht von einem Zuwachs von durchschnittlich vier Prozent gegenüber dem Wintersemester 2013/14. Wenn man auf die absoluten Zahlen blickt, so haben mehr als 32.000 junge Menschen in diesem Wintersemester in Niedersachsen ein Studium aufgenommen. „Die Zahlen bestätigen unseren hochschulpolitischen Kurs. Zugangshürden zum Studium abzubauen und mehr junge Menschen an unsere Hochschulen zu holen, ist erklärtes Ziel der Abschaffung von Studiengebühren“, sagt Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljaji.
Die Niedersächsische Landesregierung hatte die Studienbeiträge zum Wintersemester 2014/15 abgeschafft.