Auftakt mit Mendelssohn und Dvorak

Die ökumenische Kantorei Clausthal ist am Sonntag ebenso im Einsatz...
 
...wie Wolfram Syré an der Orgel.

Harzer Orgelsommer 2014 beginnt am kommenden Sonntag in der Marktirche zu Clausthal-Zellerfeld

Nach drei erfolgreichen Jahren des erfreulichen Wachstums freut sich der Verein „Harzer Orgelsommer e. V.“, den Harzer Orgelsommer im Jahr 2014 erneut präsentieren zu können. Geplant sind zehn Veranstaltungen in der Zeit vom 6. Juli bis 2. September unter dem Motto „...wo Künste sich begegnen“. Wie gewohnt verbindet sich Orgelmusik mit einem kontrastierenden musikalischen Beiprogramm und einer Kunstausstellung. Organisten von Weltrang treffen auf erstklassige Musiker des Beiprogrammes, die Ausstellungen variieren von Skulpturen über Gemälde und Graphik bis zum Kunsthandwerk. Veranstaltungsorte sind die schönen Kirchen des Harzes in der Ausdehnung von Quedlinburg bis Lautenthal. Um den Kontakt von Zuhörerschaft und Organist zu verbessern, wird das Geschehen auf der Orgelempore auf eine Leinwand im Kirchenraum übertragen; in der Pause besteht die Möglichkeit, mit einem Glas Saft oder Prosecco zum Selbstkostenpreis des Veranstalters Kirchenraum und Kunstausstellung – geführt vom jeweils ausstellenden Künstler – zu besichtigen.

Startschuss fällt Sonntag in der Marktkirche

Der Harzer Orgelsommer 2014 wird am Sonntag, 6. Juli, um 19.30 Uhr mit einem Konzert in der Marktkirche Clausthal-Zellerfeld festlich eröffnet. Der Eintritt beträgt zehn Euro. Die weiteren Konzerte finden in Quedlinburg, Braunlage, St. Andreasberg, Schloß Wernigerode, Osterode, Abbenrode, Bad Grund und Lautenthal statt. Weitere Informationen unter www.harzerorgelsommer.de
Auf dem Programm des ersten Abends stehen der Hymnus „Hör mein Bitten“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, die große Messe D-Dur von Antonin Dvorak und virtuose Orgelmusik aus britischen und US-amerikanischen Konzerthallen aus der Zeit von etwa 1920. Mendelssohns hochromantischer Hymnus ist ein mitreißendes Werk, das entsprechend dem Text lyrische und dramatische Gefühle meisterlich musikalisch inszeniert. Die D-Dur-Messe von Dvorak ist eine der wenigen großen Messen aus dem 19. Jahrhundert, die für Chor mit Orgelbegleitung komponiert wurde. Sie ist ein monumentales Werk, in dem sich ein Chor von vielen Seiten wirkungsvoll präsentieren kann.
Die Orgelwerke dieses Abends erschließen ein Kapitel der Orgelmusik, das bisher wenig beachtet wurde, nämlich das romantische Konzerthallenrepertoire. Für dieses bewusst nicht-geistliche Genre wurden Ouvertüren, Märsche und hochlyrische Charakterstücke komponiert, die weit jenseits traditionellen Orgelstils liegen und deshalb zu ihrer Zeit frenetisch gefeiert wurden. Vom Programm des Abends sei hier nur stellvertretend die „Concert Overture“ des blinden britischen Orgelvirtuosen Alfred Hollins erwähnt, die eine vollwertige Opern-Ouvertüre für Orchester mit all ihren emotionalen Facetten imitiert.
Ausführende des Abends sind die Ökumenische Kantorei Clausthal-Zellerfeld unter Leitung von Arno Janssen sowie Wolfram Syré an der Orgel. Die Solopartie im Hymnus von Mendelssohn übernimmt die bekannte Lied- und Oratorien-Sängerin Connie Herrmann. Zum Konzert stellt Hiltrud E. Menz, die 2013 in Kassel den UPK-Kunstpreis erhielt, Malerei und Zeichnungen aus.