Clausthaler Studenten besuchen Japan

Der Japaner Ryu Watsuji (rechts), der bis vor Kurzem an der TU Clausthal promovierte, begleitete die Studenten Yannick Meyer, Karoline Brandenburg und Kathrin Lerch auf der Reise nach Japan. (Foto: Privat)

Reisebotschafter Japans Ryu Watsuji promovierte an der TU / Einmal im Jahr organisiert er eine Reise

Anfang März hatten drei Studenten der TU Clausthal die Gelegenheit, Japan zu besuchen und die Kultur des Landes kennen- zulernen. Zu dem Reiseprojekt eingeladen hatte der Japaner Ryu Watsuji, der bis Februar dieses Jahres selbst an der TU promovierte mit einem Magister in Elektrotechnik. Zusätzlich drückt er jedoch vormittags die Schulbank an der Robert-Koch-Schule. An drei Stunden in der Woche war er jedoch kein Schüler, sondern Lehrer und unterrichtet seine Mitschüler in Japanischer Kultur und Geschichte. Da Watsuji auch Reisebotschafter des Landes Japan ist, lud er jedes Jahr zu einem Besuch nach Japan ein.
In diesem Jahr konnten die drei Studenten Kathrin Lerch, Karoline Brandenburg und Yannik Meyer zusammen mit Watsuji die Stadt Himeji besuchen, nachdem sie zuvor ein Interview absolviert hatten. Die Gruppe wurde von Einheimischen durch die Stadt geführt und erfuhr auf diese Weise Wichtiges über die Geschichte und die Kultur, auch das Schloss Himeji wurde besucht.
An drei Tagen haben die Studenten ebenso am Unterricht im Nitobebunka-Gymnasium teilgenommen. Zu dem Unterricht gehörten auch Einblicke in die Teezeremonie, die Blumenkunst, aber auch in die Sportarten Kendo und Kyudo. Dabei stünde bei dem Unterricht nicht so sehr die Technik sondern der Geist und die Mentalität des Einzelnen im Vordergrund, wie Watsuji betont. Die Studenten konnten also die richtige Verbeugung und das Knien erlernen, um so noch eleganter und anmutiger in der Bewegung zu wirken.
Die höheren Klassen des Gymnasiums hatten auch eine Feier für die Gäste organisiert, auf der man die Origami- und die Tuchkunst besser kennen- lernen konnte. Dabei haben die japanischen Schüler auf Englisch und auch ein wenig auf Deutsch den Studenten erklärt, wie sie das Origami-Papier richtig falten können. Auch wenn Japaner immer sehr zurückhaltend wirken würden, sagt Watsuji, seien sie sehr hilfsbereit und aktiv, wenn sie Gäste zu Besuch haben. Und so sei es auch bei dem Besuch der Studenten aus Clausthal-Zellerfeld gewesen, die die Reise in guter Erinnerung behalten werden, so Watsuji.