Gefahr durch Sprengstoff-Rückstände in Clausthaler Teichen ist gebannt

Der mittlere Pfauenteich. (Foto: netnet)
Clausthal-Zellerfeld (bo). Die Gefahr von gefährlichen Rückständen aus der Sprengstoffproduktion in zwei Teichen bei Clausthal-Zellerfeld ist gebannt. Nach mehrjähriger Sanierung stehen die Arbeiten am Unteren und Mittleren Pfauenteich kurz vor dem Abschluss. Das teilten die Niedersächsischen Landesforsten als Grundstückseigentümer heute mit.
Die beiden hintereinander liegenden Gewässer waren mit Schadstoffen aus der TNT-Produktion während des Zweiten Weltkriegs kontaminiert. Sie liegen nahe dem so genannten Werk „Tanne“, dessen Umgebung mit verunreinigtem Neutralisationsschlamm belastet war. Die sprengstofftypischen Verbindungen hatten sich in den Schlammfächern der zum Weltkulturerbe gehörenden Teiche abgelagert. Ziel der Sanierung war es, die Schlammfächer abzubaggern, um eine Gefährdung von Mensch und Umwelt zu verhindern. Das Forstamt Clausthal weist darauf hin, dass in beiden Teichen auch weiterhin nicht gebadet werden darf.
Zuletzt war im Frühjahr 2012 ein Langarmbagger eingesetzt, um den Schlamm aus dem nicht befahrbaren Uferbereich zu entnehmen. Insgesamt wurden 14000 Tonnen Schlamm auf zwei Deponien verteilt. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro. Fachgutachter hatten die gesamte Sanierung begleitet und messtechnisch überwacht, um eine Gefährdung der beteiligten Personen und der Anwohner auszuschließen. Spezialfirmen aus Berlin und aus der Region waren an dem Projekt seit 2008 beteiligt.