Gewaltige Investition in den Uni-Standort

Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring hält die Rede anlässlich des Richtfestes zum Clausthaler-Zentrum für Materialtechnik, im Hintergrund (von links): Professor Thomas Hanschke (Präsident der TU Clausthal), Walter Lampe (Bürgermeister der Samtgemeinde Oberharz) und Michael Brassel (Leiter des Staatlichen Baumanagements Südniedersachsen in Clausthal-Zellerfeld).

Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring hält Rede beim Richtfest des Zentrums für Materialtechnik

Die Bauarbeiten für das Clausthaler Zentrum für Materialtechnik (CZM) schreiten zügig voran. Nur drei Monate nach der offiziellen Grundsteinlegung ist am 17. Oktober im Beisein des niedersächsischen Finanzministers Hartmut Möllring Richtfest gefeiert worden.
Rund 170 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft, Handwerk und Politik waren im Feldgrabengebiet der Technischen Universität Clausthal dabei, als der Finanzminister das Signal zum Setzen der Richtkrone gab. In seiner Ansprache stellte Möllring anschließend die wachsende Bedeutung modernster Werkstoffe und Materialien heraus, wie sie künftig im CZM entwickelt werden.
„Wir freuen uns, den nächs­ten Schritt zur Realisierung des größten Forschungsbauprojektes in unserer Universitätsstadt seit 1990 feiern zu können“, sagte TU-Präsident Professor Thomas Hanschke und betonte: „Die Materialwissenschaften stellen an der TU Clausthal ein wesentliches Kompetenzmerkmal dar. Deshalb ist das Clausthaler-Zentrum für Materialtechnik von elementarer Bedeutung für die strategische Ausrichtung unserer Universität.“
Geplant und koordiniert werden die Bauarbeiten an dem Großprojekt vom Staatlichen Baumanagement Südniedersachsen unter der Leitung des neuen Amtsleiters Michael Brassel. Verläuft weiter alles planmäßig, soll das Experimental- und Versuchsgebäude, in dem später 30 wissenschaftliche Mitarbeiter beschäftigt sein werden, Ende 2013 fertig gestellt sein. Die Gesamtkosten belaufen sich inklusive Ersteinrichtung sowie der Sanierung der beiden eingebundenen alten Institutsgebäude auf exakt 13,67 Millionen Euro. Neben rund 8,9 Millionen Euro an Landesmitteln sind darin rund vier Millionen Euro Fördergelder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) enthalten. Die Universität selbst steuert einen Eigenanteil von 800.000 Euro bei.
Wie bereits zu erkennen ist, setzt sich der Neubau – bestehend aus einem dreigeschossigen Laborgebäude und einer großen Versuchshalle – durch Form- und Materialwahl für Dachkonstruktionen und Giebelwände im Erscheinungsbild von seinem Umfeld ab. Dach und Giebelwände werden in einer übergangslosen Hüllfläche aus Aluminiumbahnen hergestellt. Hierdurch zeigt sich die besondere Nutzung und Bedeutung des Gebäudes nach außen. In Ausrichtung und Größe der Baukörper sowie in Auswahl der Materialien nimmt es wiederum die Erscheinung der Nachbargebäude auf.
Im CZM wird die Materialforschung gebündelt. Unter Beteiligung von Wissenschaftlern aus den Mitgliedsuniversitäten der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH), also der TU Braunschweig und der Leibniz Universität Hannover, „werden in Clausthal neue Werkstoffe entwickelt und ihre Kombination zu Verbundwerkstoffen geprüft“, so Professor Volker Wesling, TU-Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer sowie Vorstandssprecher des CZM.