Initiative Zukunft Harz startet in die nächste Phase

Neuformiertes Team setzt die Projektarbeit der Kreise Osterode und Goslar fort

Clausthal-Zellerfeld (bo). Das neu zusammengestellte Team der Initiative Zukunft Harz (IZH) setzt die Projektarbeit fort. Beide Landkreise stellen dafür jeweils die Kapazität einer Vollzeitstelle zur Verfügung. Gudrun Feuerstein und Andreas Wetzel (beide Landkreis Osterode am Harz), Markus Heidemann (WiReGo) und Thomas Kruckow (Landkreis Goslar) arbeiten hier jeweils mit einer halben Stelle. Bis Februar 2012 hatte das Beratungsunternehmen McKinsey & Company die IZH bei der Identifizierung und Bearbeitung von landkreisübergreifenden Projekten unterstützt. Ziel war und ist die wirtschaftliche Optimierung des Westharzes. Nun liegt es an der Region selbst, diese Maßnahmen weiter umzusetzen.
Auch der Lenkungsausschuss führt seine Arbeit fort, ergänzt um weitere Vertreter aus den Landkreisen, Wirtschaftsförderungen sowie Unternehmern. Der Beirat wird unverändert als Beratungsgremium und Multiplikator in die Arbeit eingebunden.
Projektschwerpunkt ist im Handlungsfeld Energie- und Ressourcentechnologie zum einen die Unterstützung des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (EFZN) beim Bau von Energiespeichereinheiten. Der gemeinsame Aufbau mit dem Verein „Goslar mit Energie“ einer deutschlandweit ersten Ressourcenagentur ist das zweite Anliegen in diesem Segment. Die Agentur wird als eine zentrale landkreisübergreifende Anlaufstelle die Förderung der Energie- und Materialeffizienz in Privathaushalten und Unternehmen voranbringen sowie Innovationsprojekte in der Region initiieren und begleiten. Die IZH verfolgt im Handlungsfeld Tourismus weiter das Ziel, die Attraktivität der Region durch den Ausbau der Hotelinfrastruktur und die Erhöhung der Qualität im Beherbergungsgewerbe zu steigern. Hier ist bereits ein Handlungsleitfaden mit sehr konkreten Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität erarbeitet worden. Im Handlungsfeld Gesundheit werden die vielversprechenden Kontakte zu Gesundheitsanbietern der Region intensiviert, um das tragfähige und zukunftsweisende Konzept für eine bessere Vermarktung des Gesundheitstourismus im Harz mit dem Schwerpunkt auf dem betrieblichen Gesundheitsmanagement mit der Gründung der „Gesund im Harz“-Gesellschaft zu etablieren. Im branchenübergreifenden Handlungsfeld wirtschaftsfreundliche Region soll der von der WiReGo im Landkreis Goslar entwickelte Beteiligungsfonds auf den Landkreis Osterode am Harz ausgeweitet werden. Und nicht zuletzt strebt die IZH die weitere Vernetzung der TU Clausthal mit der regionalen Wirtschaft durch den Aufbau eines weiteren Clusters an. Die Initiative Zukunft Harz kann für die Region ein Entwicklungsmotor sein. Wichtig ist jetzt, einen langen Atem zu behalten. Die Erfahrung zeigt, dass Regionalentwicklung immer einen Zeithorizont von mehreren Jahren benötigt, um nachhaltig erfolgreich zu sein.