Kommentar: Am Ende zählen nur Ergebnisse

Von Maximilian Strache

Dass die Beteiligten der Initiative Zukunft Harz ob der 16 geplanten Projekte optimistisch in die Zukunft blicken, dürfte nicht weiter verwundern. Natürlich sprechen alle Beteiligten davon, dass nahezu alle Projekte realisierbar sind. Es wäre ja auch wirklich dumm, wenn sie erst hinter verschlossenen Türen auf Geheimniskrämer machen, um dann zu dem Ergebnis zu kommen, dass die Ideen nicht umsetzbar sind.
Grundsätzlich hat die Initiative Anerkennung verdient. Trotz massiver wirtschaftlicher Probleme werfen die politischen Akteure nicht gleich die Flinte ins Korn. Sie versuchen unter großen Anstrengungen, die Misere zu beenden, und eine Trendwende einzuleiten. Und weil es in der Vergangenheit häufig zu großen Schwierigkeiten kam, wurde mit der Unternehmensberatung McKinsey jetzt ein professioneller Partner ins Boot geholt. Die Anstrengungen des Landes Niedersachsen bewerte ich hingegen als eher lapidar. Zwei Millionen Euro steckt das Land in die Initiative. Das Geld soll der weiteren Konzeption dienen. In meinen Augen kann mit diesem Geld bei einer solchen Projekt-Dimension nicht wirklich etwas Zählbares bewegt werden.
Die Idee, alte Bergwerkanlagen für die Gewinnung beziehungsweise Speicherung alternativer Energien zu verwenden, ist eine gute Idee. Dennoch stellt sich am Ende die Frage, in welchem Umfang Energieunternehmen bereit sind, die nötigen Investitionen zu tätigen.
Doch am wichtigsten ist, was die Bürger in den Landkreisen Osterode und Goslar am Ende von den 16 Projekten haben. Nelson Killius von McKinsey und Staatssekretär Oliver Liersch sprechen davon, dass eine Aufbruchstimmung erreicht werden muss. Sollte sich jedoch nicht schnell eine Verbesserung der Situation einstellen, und sollten nicht, wie angekündigt, einige Projekte in naher Zukunft umgesetzt werden, wird das Interesse und der Glaube an die Initiative Zukunft Harz schnell schwinden. Auch die regionalen Medien, die helfen sollen, das Projekt in die Wohnzimmer zu tragen, verlieren schnell wieder das Interesse, wenn sich nichts bewegt.
Vor allen Beteiligten liegt eine Menge Arbeit. Hoffen wir, dass der gegenwärtige Optimismus das Zeug dazu hat, in Euphorie umzuschlagen.