Metallrecycling hilft Rohstoffverfügbarkeit sichern

Spitzenkandidat Stephan Weil mit Dr. Westphal, Prof. Dr. Gock, Prof. Dr. Wesling, Petra Emmerich-Kopatsch, Landrat Stephan Manke und Prof. Dr. Carlowitz (von links).

SPD-Ministerpräsidentenkandidat Stephan Weil informiert sich in Clausthal-Zellerfeld über Recycling-Cluster

Stephan Weil, SPD-Ministerpräsidentenkandidat, besuchte jetzt auf Initiative der Landtagsabgeordneten Petra Emmerich-Kopatsch (SPD) die TU Clausthal und informierte sich im Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik und im CUTEC-Institut GmbH über den Forschungsverbund Recycling-Cluster wirtschaftsstrategische Metalle Niedersachsen e.V (REWIMET).
REWIMET ist ein Netzwerk von Unternehmen, wissenschaftlich arbeitenden Institutionen, Gebietskörperschaften und Einrichtungen. Der Recycling-Cluster ist eines von 15 Projekten der Initiative Zukunft Harz (IZH). Dem Netzwerk gehören unter anderem Firmen wie H. C. Starck, Chemetall, und die Recylex Group an.
„Im Landkreis Goslar“, betonte Emmerich-Kopatsch, „sind traditionell Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen ansässig, die über Know-how im Metallbereich verfügen“. China beispielsweise verknappe das Angebot an seltenen Metallen. Es sei daher im Interesse der Industrie, dem durch Recycling aktiv entgegenzuwirken. Das deutsche Wirtschaftswachstum basiere unter anderem darauf, Rohstoffe so zu nutzen und zu kombinieren, dass neue Anwendungen möglich werden. Mit zunehmender Ausnutzung der Ressourcen werde es im Sinne zukünftiger Generationen immer bedeutender, Ressourcen zu schonen und einmal gewonnene Rohstoffe wiederzuverwerten. Bei einigen Metallen sei bereits der größere Anteil des Weltvorkommens im Umlauf und nicht mehr im Boden.
„Im Übrigen“ so Petra Emmerich-Kopatsch weiter, „ist es wichtig, immer wieder deutlich zu machen, dass der Landkreis Goslar weit mehr als nur eine Tourismusregion ist und über wichtige Kompetenzen im Bereich Wirtschaft und Forschung verfügt.“ Es war ihr daher ein besonderes Anliegen, die Aufmerksamkeit des SPD-Spitzenkandidaten Stephan Weil auf dieses Projekt zu lenken.
TU-Vizepräsident Prof. Dr. Volker Wesling, Prof. Dr. Eberhard Gock vom Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik und Prof. Dr. Otto Carlowitz, Geschäftsführer des CUTEC-Instituts, stellten im Rahmen des zweistündigen Besuchs die Clausthaler Forschungseinrichtungen vor.
Dr. Westphal, 1. Vorsitzender von REWIMET e.V., formulierte das Ziel des Projekts: „Förderung von Wissenschaft und Forschung zur Sicherstellung der Rohstoffverfügbarkeit durch Entwicklung von Recyclingstrategien und -verfahren bis zur industriellen Umsetzung für wirtschaftsstrategische Metalle“. REWIMET sei auf Wachstum ausgerichtet, und weitere Netzwerkpartner seien willkommen. REWIMET brauche eine gesicherte Finanzierung, um sich dauerhaft etablieren zu können. Stephan Weil machte für den Fall eines Wahlsieges Hoffnung und signalisierte Gesprächsbereitschaft. Regionale Entwicklung, so Weil, sei sein besonderes Anliegen und ein Projekt wie REWIMET, das sich auf fundierte Kompetenzen in Region stütze, biete gute Perspektiven.