„Schwarzangler“ am Prinzenteich

Strafverfahren eingeleitet / Polizei kündigt weitere Kontrollen an Teichen und in Wäldern an

Gegen einen 23-jährigen Mann aus Göttingen, der mit professioneller Ausrüstung illegal am Prinzenteich angelte, wurde ein Strafverfahren wegen Fischdiebstahl eingeleitet. Weitere Personen im Alter zwischen 19 und 23 Jahre erhielten Anzeigen wegen begangener Ordnungswidrigkeiten für „wildes“ Zelten und Errichten einer Feuerstelle im Wald. Bei einer routinemäßigen Kontrolle durch eine Streifenbesatzung des Polizeikommissariats Oberharz wurde die 6-köpfige Personengruppe am Freitagnachmittag an einer entlegenen Stelle des Prinzenteiches im Landschaftsschutzgebiet Harz festgestellt. Die sechs Männer, die in den Landkreisen Göttingen und Northeim wohnen, hatten sich vorübergehend häuslich am Ufer des Prinzenteiches eingerichtet. Trotz extremer Trockenheit und hochsommerlicher Temperaturen wurde leichtsinniger Weise im Wald eine offene Feuerstelle für die Zubereitung einer Fischmahlzeit errichtet. Das Wald- und Nachtlager um ein eigens aufgebautes Zelt und der Uferbereich des Prinzenteiches glichen in diesem Bereich augenscheinlich einer Müllkippe. Auch in den nächsten Tagen wird die Polizei stichprobenartig die „beliebten“ Teich- und Waldbereiche im Harz kontrollieren und Verstöße gegen Auflagen und Verbote der Landschaftsschutzverordnung „Harz“ und des Niedersächsische Wald- und Landschaftsschutzgesetzes, insbesondere in Hinsicht auf die derzeit extrem vorherrschende Trockenheit und der damit verbundenen Waldbrandgefahr, ahnden.