TfN-Abo-Reihe in Clausthal beginnt

Wann? 01.11.2015

Wo? Stadthalle, Berliner Straße 6, 38678 Clausthal-Zellerfeld DE
Für die Buddenbrooks, die „Seelengeschichte des deutschen Bürgertums“ erhielt Thomas Mann den Literatur-Nobelpreis. Am Sonntag, 1. November, wird die Geschichte in einer Inszenierung von Bettina Rehm in der Stadthalle Clausthal zu sehen sein. (Foto: Veranstalter)
Clausthal-Zellerfeld: Stadthalle |

Fünf erstklassige Produktionen werden in der Stadthalle präsentiert / Karten gibt es beim „Beobachter“

Im November startet die fünfteilige Abo-Reihe des TfN in Clausthal-Zellerfeld. Ein abwechslungsreiches Programm aus Schauspiel und Musical wird in den nächsten Monaten in der Stadthalle zu erleben sein.
Die Vorstellungsreihe beginnt bereits am Sonntag, 1. November, mit dem Schauspiel „Buddenbrooks“. Diese Familienchronik um Glück und Geld wurde von der Regisseurin Bettina Rehm inszeniert und beleuchtet das Leben der Familie Buddenbrook, in dem jeder Winkel rücksichtslos ökonomisiert ist, doch das Buddenbrooksche Vermögen schwindet zusehens.
Thomas Mann erhielt für diese „Seelengeschichte des deutschen Bürgertums“, wie er seinen Jahrhundertroman selbst nannte, den Literatur-Nobelpreis.
Weiter geht es Mitte Dezember (Sonntag, 13. Dezember) mit einer romantischen Komödie, die wohl eher aus dem Kino bekannt ist. In „Die Kaktusblüte“ von Pierre Barillet und Jean-Pierre Grédy geht es um den Zahnarzt Julian Winston. Er liebt die Frauen – und die Frauen lieben ihn. Sein Trick, sich eine dauerhafte Beziehung vom Leib zu halten: Er gibt vor, verheiratet und Vater dreier Kinder zu sein. Doch als sich Julian in seine derzeitige Geliebte Antonia wirklich verliebt, bekommt er ein Problem… Bis heute sorgen die aberwitzigen Verwicklungen für einen charmanten und urkomischen Theaterabend.
Ein weiterer Klassiker der Literatur kommt im Januar (Sonntag, 24. Januar) mit „Romeo und Julia“ auf die Bühne der Stadthalle. Shakespeares Tragödie besticht nicht nur durch die tragische Liebe zwischen Romeo und Julia, sondern ist zugleich ein humanistisches Bekenntnis für ein friedliches Zusammenleben zwischen Menschen aufgrund unterschiedlicher Herkunft, Religion oder Rasse. Ein Thema, das vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen, selbst 400 Jahre nach Shakespeares Tod, aktueller ist denn je.
Musikalisch wird es schließlich im März (Sonntag, 13. März) mit der TfN-MusicalCompany und der Produktion „Tot, aber glücklich – Lucky Stiff“ von Lynn Ahrens und Stephen Flaherty. Die witzige und temporeiche Musical-Komödie handelt von dem Schuhverkäufer Harry Witherspoon, der sechs Millionen Dollar von seinem Onkel erbt. Das Geld bekommt er aber nur unter einer Bedingung: eine Woche Urlaub mit dem toten Onkel in Monte Carlo. Auch andere haben es auf das Geld abgesehen.
Eine Uraufführung erwartet das Publikum dann im April 2016 (Sonntag, 17. April) mit „Fabian – Der Gang vor die Hunde“. Die ursprüngliche Fassung des bekannten Romans „Fabian“ von Erich Kästner hieß ursprünglich „Der Gang vor die Hunde“ und war den Lektoren seines Verlages zu heikel. Kästner musste sein Buch entschärfen, bevor es 1931 unter dem Titel „Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“ in die Buchläden kam. Unter Verwendung des erst 2013 veröffentlichten Originalmanus­kripts hat Gero Vierhuff eine Bühnenfassung erarbeitet, die er nun am TfN inszenieren wird. Weitere Informationen zu den Produktionen gibt es im Internet unter www.tfn-online.de. Karten für alle Vorstellungen sind ab sofort erhältlich in der Geschäftsstelle des Seesener „Beobachter“ in der Lautenthaler Straße 3 in 38723 Seesen. Die Geschäftsstelle, Telefon (05381) 93650, ist montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr und 13 bis 16.30 Uhr geöffnet.