TU Clausthal zieht positives CeBIT-Fazit

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil lässt sich das Projekt „Mobile Auswertung von Telemetriedaten aus Fahrzeugen“ von Clausthaler Forschern erklären.

Forscher und Studierende wecken mit Elektrorennwagen und Fahrsimulator Interesse der Messegäste

Ein positives Fazit haben Forscher und Studierende der TU Clausthal zum Abschluss ihres einwöchigen Auftritts auf der CeBIT gezogen. Mit einem Elektrorennwagen und einem Fahrsimulator hatten die Harzer auf der weltgrößten Messe für digitale Informationstechnologien in Hannover das Interesse von Publikum und Politikern geweckt, darunter auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil.

Landeschef Weil hatte bereits am Dienstag im Fahrsimulator Platz genommen. Nach einer Einweisung des Clausthaler Informatik-Professors Andreas Rausch trat der Ministerpräsident aufs Gaspedal. Ziel war es, möglichst energieeffizient zu fahren. Denn noch ist es das große Problem von Elektroautos, dass ihre Reichweite begrenzt ist. Mit einer vorausschauenden und regenerativen Fahrweise – bei Bergabfahrten könnte die Batterie wieder aufgeladen werden – ließ sich bis zu 20 Prozent Energie einsparen. Das würde die Reichweite spürbar erhöhen. Um dies zu ermöglichen, wenden die TU-Forscher selbst lernende Optimierungsalgorithmen an, die für jeden Fahrer die jeweils beste Betriebsstrategie vorhalten.
„Unser Stand war sehr gut besucht. Forschung zum Anfassen kommt einfach gut an. Aber auch potenzielle Studierende, Mitarbeiter oder Kooperationspartner für die Zukunft haben dank des spannenden Themas den Weg zu uns gefunden“, sagte Ingrid Schindler vom Institut für Informatik.
Direkt neben den Informatikern – und ebenfalls auf dem Gemeinschaftsstand „Innovationsland Niedersachsen“ – präsentierte sich das Team Green Voltage Racing (GVR) mit einem selbstkonstruierten Elektrorennwagen. Die Clausthaler Studierenden stellten mit dem Ingenieurdienstleister c4c Engineering (Braunschweig) mobile Apps für die intelligente Anzeige und Diagnose von Fahrinformationen vor.