Goslarer SC macht das Dutzend voll

Nach dem 2:0 beim TSV Ottersberg zwölf Spiele in Folge ungeschlagen

Wie geschmiert läuft es beim Goslarer SC. Mit einem 2:0 (0:0) im Gepäck kehrten die Kaiserstadt-Kicker vom TSV Ottersberg zurück und sind somit jetzt ein Dutzend Spiele in Folge ungeschlagen. Nach 15 Spieltagen hat der GSC bereits elf Punkte Vorsprung auf den Tabellenplatz Sechs, der nicht mehr für die Qualifizierung zur Regionalliga reicht.
„You never walk alone“ stimmte die Mannschaft denn freudetrunken im Bus an, erhielt von Trainer Manfred Wölpper prompt einen Tag trainingsfrei. Das dürfte jedoch weniger für die Sangeskünste gewesen sein sondern eher für das volle Dutzend. Denn mit dem Spiel seiner Mannschaft war Wölpper doch nicht ganz zufrieden. „Es war reichlich Sand im Getriebe“, sagte er, sprach da sicher vorrangig die erste Hälfte an.
Wieder einmal quälte sich der GSC, wollte kein rechter Spielfluss aufkommen. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch der seit Wochen in bestechender Form aufspielende Alessandro Caruso, musste zur Pause mit Kniebeschwerden in der Kabine bleiben. „Ich hoffe, dass es keine ernste Verletzung ist, sonst wäre der Sieg verdammt teuer erkauft“, so Wölpper. Denn die so sichere Innenverteidigung, die in den letzten elf Ligaspielen nur sechs Gegentore kassierte, wäre gesprengt.
Was hingegen Wölpper besonders erfreute, war die Entstehung der beiden Tore. Hatte er zuletzt noch die große Eigensinnigkeit seiner Offensivkräfte, den fehlenden Blick für den besser stehenden Mitspieler kritisiert, zeigten ihm Justin Eilers und Muhamed Alawie, dass sie verstanden hatten. Zunächst war es Alawie, der seinen Stürmerkollegen perfekt bediente, der dann auch problemlos die beruhigende Führung erzielte (55.). Und kurz vor dem Abpfiff lief es genau andersherum. Eilers, den des Trainers Kritik über zu großen Egoismus besonders getroffen hatte, bewies den Blick für den Nebenmann und legte Alawie den Ball ideal auf.
Gerade der zweite Treffer hatte noch einen weiteren positiven Aspekt. Denn Steve Ridder durfte das letzte Viertelstündchen nach langer Verletzungspause wieder mitmachen. Und Ridder war es, der Eilers mit einem vorbereitenden Pass auf den Weg geschickt hatte, so dass er Alawie bedienen konnte.
Nun stellt sich kommenden Samstag um 14 Uhr mit dem BSV Rheden der Tabellenfünfte vor, immerhin die Mannschaft mit den meisten erzielten Toren (44) und den wenigsten kassierten (12) in der Liga. Es dürfte also spannend sein, ob Goslar auch noch ein 13tes Spiel in Folge ungeschlagen bleibt.

Goslarer SC: Nico Lauenstein – Tim Rubink, Slavomir Lukac, Alessandro Caruso (46. Nils Pölzing), Peter Endres – Mirhudin Kacar, Blerim Rrustemi – Tezcan Karabulut (76. Steve Ridder), Muhamed Alawie, Filip Sajbidor (55. Jörn Winkler) – Justin Eilers.

Tore: 0:1 Eilers (56.), 0:2 Alawie (88.).

Schiedsrichter: Florian Heft (Neuenkirchen)