Schwerer Unfall überschattet Mountainbike-Marathon

Ein langer Lindwurm von über 150 Fahrern machte sich auf die Lang- und Mittelstrecke. (Foto: Kluge)

Ein Fahrer zog sich bei schwerem Sturz in Clausthal Knochenbrüche zu

Von Camillo Kluge, Clausthal-Zellerfeld

Keine Überraschungen gab es beim 14. TrengaDe-Mountainbike-Marathon des WSV Clausthal-Zellerfeld. Die 102 Kilometer spulte einmal mehr Stefan Danowski (Team TrengaDe) am schnellsten ab. In 3:48,56 Stunden hatte er eine gute Minute Vorsprung auf Artjom Gräfenstein (RSC Wunstorf) und gut zwei auf Volker Lutz vom Ausrichter. Als Niedersachse sicherte sich Gräfenstein somit auch den Titel des Landesmeisters, der einmal mehr im Rahmen des TrengaDe-Marathons ausgefahren wurde.
Den Landesmeistertitel bei den Frauen sicherte sich Liv-Susanne Bachmann (Blau-Gelb Langenhagen). Doris Steenfatt (Bad Salzdetfurth) gewann zwar über die 102 Kilometer, doch wurde der Titel bei den Damen über die 68 Kilometer lange Mitteldistanz ausgefahren. „Es sind überraschend viele und auch fahrstarke Frauen am Start“, stellte Daniel Langer, für den WSV federführend, schon vor dem Rennen fest. Ob der guten äußeren Bedingung, trocken und nicht zu warm, hatten sich auch kurzfristig noch einige nachgemeldet. Allein fünf Frauen absolvierten die Langstrecke, weitere sechs brachten die Mitteldistanz erfolgreich hinter sich.
Ein Unfall überschattete allerdings das insgesamt sehr positive Event. Ein Fahrer aus einem auswärtigen Team stürzte in seiner zweiten Runde so heftig, dass er geborgen werden musste. „Am Fahrrad war kein offensichtlicher Mangel zu erkennen“, tippt Langer auf eine Unachtsamkeit des Fahrers. Der hatte sich dank seines Helmes keine Kopfverletzungen zugezogen, sondern „es sind wohl ein paar Knochenbrüche“, hatte Langer von den bergenden Sanitätern erfahren. Der Strecke kreidet er den Unfall auch nicht an, denn „die Abfahrt wurde beim Rennen etwa 600-mal von den Fahrern gemeistert“, bis auf den einen von allen problemlos. „Ansonsten hat alles prima geklappt“, wollte dennoch keine rechte Freude bei Langer aufkommen.
Wesentlich glimpflicher, aber auch sehr ärgerlich können andere Pannen sein. Carl-Moritz Maschek (MBC Hannover) zum Beispiel hatte in Altenau knapp das Treppchen bei den Herren über die Mitteldistanz verpasst, sich dementsprechend viel für das Clausthal-Zellerfelder Rennen vorgenommen. Doch war er keine drei Kilometer auf der Strecke, als ihn ein Defekt an der Schaltung zum Abbruch nötigte. „Insgesamt gab es aber sehr wenig Abbrüche“, stellte Langer zufrieden fest.
Fabian Rexhausen (Nordharzer Racing Team) kann darauf verweisen, in der Mittelstrecke bei den Senioren einen Weltmeister auf Platz zwei verdrängt zu haben. Allerdings war der knapp sechs Minuten nach ihm ins Ziel kommende Armin Raible (TrengaDe) Senioren-Weltmeister auf der Straße, nicht auf dem Mountainbike.
Im Gesamtklassement um den Harzer Mountainbike Cup 2011 führt weiter Volker Lutz mit 245 Punkten. Gräfenstein (235), der Sechstplatzierte Arne Vettermann und der Vierte Danny Götze (je 230) sind ihm aber dicht auf den Fersen. Das nächste Rennen startet am 25. Juni am Wurmberg.