Die Sorgen um den Fortbestand des Dannhäuser Dorfgemeinschafshauses werden nicht weniger

Der Vorstand des Dannhäuser Bürgervereins (von links): Udo Armbrecht, Harald Hausmann, Juliane Ude und Karl-Heinz Baumgartner.
 
Ute und Heinz Kiehne wurden vom Vorstand für ihre Verdienste um das Dorf ausgzeichnet.

Trägerverein und Bürgerverein suchen händeringend nach Lösungen

Dannhausen (red). Ein wieder einmal voll besetztes Dannhäuser Dorfgemeinschaftshaus bewies, dass das Interesse der Einwohner am Ortsgeschehen nach wie vor stark ausgeprägt ist. Damit die Terminflut ein wenig eingedämmt werden konnte, hielten der Bürgerverein und der neue Trägerverein für das Dorfgemeinschaftshaus gemeinsam Rückschau.
Den Anfang machte dabei der weitaus jüngere der beiden Vereine, also der Trägerverein. Dessen Vorsitzender Andreas Fischer berichtete über das erste Vereinsjahr, das die Dannhäuser bereits vor große Herausforderungen gestellt hat. Der Vorstand mit Andreas Fischer, Thomas Bumke, Sascha Kanzler und Tania Husar hat im vergangenen Jahr viel Arbeit gehabt.
Der Umbau der ehemaligen Bücherei zur Heimatstube im Dorfgemeinschafthaus konnte erfreulicherweise verwirklicht werden; diese wurde am 1. Mai des vergangenen Jahres eröffnet. Während der Fußball-WM in Südafrika wurden wieder WM-Partys ausgerichtet. Die Diakonie gGmbH Wolfenbüttel, die tatkräftig beim Umbau gewirkt hatte, ist seit dem Jahreswechsel nicht mehr vor Ort. Die Beschäftigungsmaßnahme ist damit also beendet. Ein Umstand, der den Trägerverein vor ein großes Problem stellt, da die Diakonie mit der Miete auch den Großteil der Kosten für das Dorfgemeinschaftshaus eingespielt hatte.
Sollte für die Wohnung im DGH kein Nachmieter gefunden werden, stellt sich die Frage, ob das Dorfgemeinschaftshaus weiter unter der Trägerschaft des Vereins geführt werden kann. Rund 3.000 Euro Fixkosten pro Jahr kann der Verein gänzlich ohne Mieteinnahmen nicht aufbringen. Derzeit reichen die finanziellen Mittel nur noch für das laufende Jahr.
Nichtsdestotrotz hat der Trägerverein mit mehreren Aktionen und Veranstaltungen bereits gezeigt, dass man mit aller Macht versuchen will, das DGH zu halten. Am Sonnabend, 12. März, wird in der Heimatstube ein Skat- und Romméabend angeboten, am 26. März folgt ein Knobelturnier.
Im Anschluss an die Versammlung des Trägervereins wurde zunächst ein Imbiss eingenommen, und dann fand ein Stühlerücken statt.
Nun nahm der Vorstand des Bürgervereins Platz. Vorsitzender Harald Hausmann blickte einmal mehr auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Längst routiniert, aber gleichzeitig immer noch mit großem Engagement, werden die einzelnen Veranstaltungen im Ort durchgeführt.
Dazu zählten im vergangenen Jahr unter anderem der Karnevalsumzug, die Aktion „Dannhausen putzt sich“, die Teilnahme am Feuerwehrfest und natürlich das Dorffest 2010, das witterungsbedingt am Dorfgemeinschaftshaus stattfand. Die Beteiligung sei dennoch sehr erfreulich gewesen. Finanziell hat sich der Bürgerverein auch an der Ausrichtung der Seniorenadventsfeier beteiligt.
Acht Kaffee- und Klönnachmittage wurden unter der Ägide von Bärbel Scholz durchgeführt, und dank Marita Ude wurden auch wieder Bastelnachmittage für Kinder angeboten.
Eine neue Bank wurde am steilen Anstieg zur Köhlerhütte installiert; die Hinweisschilder zur Köte wurden von Rolf Maibaum gestrichen.
Nach dem von Karl-Heinz Baumgartner vorgetragenen Kassenbericht und der Entlastung des Vorstandes stand eine Ehrung im Blickpunkt. Für ihre Verdienste um das Dorf wurden Heinz und Ute Kiehne vom Vorstand mit einer Urkunde und einem Präsent bedacht. Als kleines Dankeschön für die Auszeichnung kündigte Heinz Kiehne an, für die Dannhäuser einen Ausflug zum Harzhorn mit geschichtlicher Führung organisieren zu wollen.
Weitere Veranstaltungen, die der Bürgerverein bereits im Jahreskalender festgelegt hat, sind der Fastnachtsumzug (8. März), die Aktion Dannhausen putzt sich (16. April), eine Wanderung durch das Bodetal (13. Juni / Pfingstmontag) und das Dorffest (20. August), das diesmal natürlich wieder an der Köhlerhütte stattfinden soll.
Über den aktuellen Stand der geplanten 380-kV-Leitung berichtete Ratsherr und Bürgerinitiativen-Sprecher Norbert Braun. Er berichtete, dass man mittlerweile durch die Berichterstattung überregionaler Medien eine breite Öffentlichkeit gewinnen konnte. Damit sei ein wichtiger Schritt erreicht. Die Forderung nach kompletter Erdverkabelung auf der Strecke Wahle bis Mecklar bleibe bestehen, und auch wenn Orte wie Dannhausen vielleicht nicht betroffen sein sollten, wolle man sich mit den anderen Orten weiterhin solidarisieren. Harald Hausmann dankte Braun für sein Engagement im Kampf gegen die 380-kV-Freileitung.