Feuerwehr Dannhausen darf zufrieden sein

Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr war gut besucht.
 
Felix Brinkmann (rechts) wurde zum Feuerwehrmann befördert.
 
Erstmals in der 141-jährigen Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Dannhausen leitete Martin Allemann eine Jahreshauptversammlung.
 
Auch Ortsvorsteher Harald Hausmann (vorn) sprach ein Grußwort.

Aber: Diskussion um Ausschluss von Aktiven / Flüchtlinge in die Wehr integrieren? / Beförderung für Felix Brinkmann

Erstmals in der 141-jährigen Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Dannhausen leitete Martin Allemann eine Jahreshauptversammlung.

Für den krankheitsbedingten Wehrchef Uwe Scholz sprang der junge Stellvertreter ein und führte souverän durch die Versammlung. Begrüßen konnte Martin Allemann am Sonnabend im Dorfgemeinschaftshaus Dannhausen – wie bereits im vergangenen Jahr Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz – und Ortsvorsteher Harald Hausmann und natürlich die Ehrenortsbrandmeister Rolf Uhde und Hans-Jürgen Voß.
Später am Abend trafen dann noch Jugendfeuerwehrwart Christoph Sdonuß und noch weitaus später Stadtbrandmeister Axel Röstel, der es sich nicht nehmen ließ, nach der Problemsitzung in Ellierode auch in Dannhausen noch einmal vorbeizuschauen. Gedacht wurde der verstorbenen Mitgliedern Helmut Brinkmann und Heinz Ahrens, bevor Martin Allemann den Jahresbericht vortrug.
Der war zwar umfangreich, ähnelte indes dem der Vorjahre. Eine traurige Ausnahme gab es dann aber doch, denn beim Einsatzgeschehen hatten die Dannhäuser auf der B 64 nahe des Dorfes einen Einsatz abzuarbeiten, bei dem eine junge Frau aus Hameln bei einem Frontalcrash ihr Leben ließ.
Es gab aber auch freudige Anlässe und hier spielte insbesondere das gelungene Feuerwehrfest eine wichtige Rolle. Das Jubiläum war trotz Tropenhitze sehr gut besucht, das King-Seppy-Konzert ein Highlight, der Kommers sehr gelungen und die Katervesper bildete einen tollen Abschluss.
Dass man am Abend des dritten Tages noch zu einem Sturmeinsatz ausrücken musste, bleibt ebenso in Erinnerung. Martin Allemann dankte allen, die hier ihren Beitrag geleistet hatten. Die Beteiligung an den Diensten war vornehmlich im ersten Halbjahr recht gut, im zweiten Halbjahr ließ sie dann nach. Wichtiger Unterstützer der Feuerwehr Dannhausen bleibt die Firma Leicht & Appel, die auch letztes Jahr wieder finanzielle Unterstützung gab.
Neben Martin Allemann gaben auch Gruppenführer Thomas Bumke und AGT- und Sicherheitswart Burkhard Sdonuß kurz und knapp ihre Berichte ab. Thomas Bumke berichtete vom Ausbildungsstand und erklärte, dass man viel und gern mit der Kernstadtwehr Bad Gandersheim zusammenarbeite. Das soll in Zukunft fortgeführt werden.
Auch könnten von den Kameraden Wünsche geäußert werden, wie die Dienste gestaltet werden sollen. Im April wolle man das Zerschneiden eines Autos erproben. Zu sehen war: Der Gruppenführer der Dannhäuser Wehr macht sich viele Gedanken, wie man das Üben attraktiv gestalten kann. AGT- und Sicherheitsbeauftragter Burkhard Sdonuß berichtete von aktuell zehn AGT-Trägern und einem Unfall, als sich ausgerechnet der Ortsbrandmeister Scholz bei einer Übung den Finger brach.
Weitere Regularien waren das Verlesen des Protokolls durch Ulrich Kiehne und der Kassenbericht von Hilmar Ahrens. Den Jugendbericht stellte der neue Jugendfeuerwehrwart Christoph Sdonuß vor. Auch nach dem Ausscheiden seines Vorgängers läuft es in der Jugendarbeit weiterhin sehr erfolgreich, was die Mitgliederzahlen und die Aktivitäten hinlänglich unter Beweis stellen.

Wie soll verfahren werden mit Aktiven, die nicht mehr zum Dienst kommen?

Nicht zuletzt daher konnten in den vergangenen Jahren in Dannhausen neue junge Mitglieder gewonnen werden, die mittlerweile Lehrgänge hinter sich haben. Einer davon ist Felix Brinkmann, der nach erfolgreicher Ausbildung zum Feuerwehrmann befördert wurde.
Geehrt wurden für ihren Dienstfleiß Eckhard Grützner, der an 45 Diensten teilnahm. Jeweils 49 Dienste konnten Hilmar Ahrens und Thomas Bumke vorweisen, die von Martin Allemann für ihren Dienstfleiß mit Präsenten bedacht wurden. Apropos Dienstfleiß: Hier entbrannte im weiteren Verlauf eine kleine Diskussion über die Frage, wie mit aktiven Mitgliedern umzugehen sei, die seit Jahren nicht mehr am Dienst teilnehmen. Auch hier erläuterte Martin Allemann auf Nachfrage die Problematik. Ein Mindestausbildungsstand müsse gewährleistet sein, um im Ernstfall auch helfen zu können. Im Falle eines Einsatzes wüssten diese Aktiven ja kaum oder gar nicht, wo sich welche Ausrüstungsgegenstände im Fahrzeug befinden, so Martin Allemann. Hier sollen nun noch einmal abschließend Gespräche geführt werden, denn die Feuerwehr wolle und könne es sich nicht einfach so leisten, diese Mitglieder in die Passivität zu schicken. Aber wenn jemand über Jahre nicht mehr kommt, bleibt dem Kommando nichts anderes übrig, erklärte Martin Allemann abschließend zu diesem Thema. Unterstützt wurden seine Aussagen von Senior-Mitglied Rolf Maibaum, der an die jungen Mitglieder den Appell richtete, die Wehr zu unterstützen.
Schließlich dankten Bürgermeisterin Franziska Schwarz und Ortsvorsteher Harald Hausmann in ihren Grußworten für die tolle geleistete Arbeit. In Bezug auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik wurde vorgeschlagen, diese vielleicht auch für die Arbeit der Feuerwehr zu begeistern, denn ehrenamtliche Arbeit dürfte auch von Flüchtlingen geleistet werden. Auch in Dannhausen sind mehrere Flüchtlinge untergebracht. Den Vorschlag der Bürgermeisterin nahm der stellvertretende Ortsbrandmeister daher dankend auf.
Nachdem die Versammlung dann offiziell längst beendet war, erschien Stadtbrandmeister Axel Röstel im Dorfgemeinschaftshaus und berichtete über Aktuelles auf Ebene der Stadt Bad Gandersheim. Klar, dass er vor dem Eindruck des Besuches der Ellieröder Wehr auch hiervor berichtete. Und dann entbrannte abermals eine kurze Diskussion als es um die Neubeschaffung von Fahrzeugen ging und wo diese ihren Standort haben werden. Nicht jeder Dannhäuser teilte da die Entscheidungen, die auf Stadtebene beschlossen wurden.
Trotz aller verbalen Diskussionen setzte man sich am Ende gemütlich zusammen und trank das ein oder andere Bier auf die Kameradschaft. Denn die ist in Dannhausen bei der Feuerwehr immer noch sehr gut.

Dienstplan der FFw Dannhausen

Die Freiwillige Feuerwehr Dannhausen hat ihren neuen Dienstplan bekannt gegeben. Dabei stehen die Ausbildung und die Förderung der Kameradschaft im Vordergrund. Gestartet wird dieses Jahr am Freitag, 22. Januar, um 19 Uhr unter der Leitung von Burkhard Sdonuß mit dem theoretischen Dienst in dem die Unfallverhütungsvorschrift (UVV) im Mittelpunkt steht. Die Mitglieder treffen sich dazu in ihren Uniformen im Gerätehaus. Zwei Wochen später, Freitag, 5. Februar, findet die Sanitäts-Ausbildung mit der Sanitäter-Gruppe aus Gandersheim auch wieder um 19 Uhr im Gerätehaus statt. Dienstleiter wird dabei Gruppenführer Thomas Bumke sein. Am Freitag, 19. Februar, ist wieder ein theoretischer Dienst vorgesehen. Dieses Mal mit dem Schwerpunkt auf dem Einsatzgeschehen. Das Treffen ist erneut um 19 Uhr im Gerätehaus. Einen Tag später, am Sonnabend, 20. Februar, findet die jährliche Braunkohlwanderung statt, zu welcher um 16 Uhr an der Kirche eingeladen wird. Dann geht es – wie es früher Tradition war – ins beliebte Gasthaus „Zur Linde” nach Bilderlahe. Am Freitag, 4. März, um 19 Uhr ist wieder ein theoretischer Dienst im Gerätehaus vorgesehen und zwei Wochen später, am Freitag, 18. März, ist ein praktischer Dienst angedacht. Am Donnerstag, 24. März, um 16 Uhr werden erste Vorbereitungen für das Osterfeuer getroffen: unter der Leitung von Uwe Scholz wird vom Hof Müller sowohl der Verkaufsstand als auch Brennmaterial für das Osterfeuer abgeholt. Tags darauf (Karfreitag) wird das Osterfeuer schließlich aufgebaut. Am Ostersonntag um 17 Uhr ist der Brandsicherheitswachdienst (BraSiWaDi) vorgesehen. Der nächste praktische Dienst findet Freitag, 8. April, um 19 Uhr im Einsatzanzug im Gerätehaus statt. Für den 18. April ist der Löschzugdienst geplant, wozu sich die Mitglieder um 18.30 Uhr im Gerätehaus treffen. Am Freitag, 29. April, findet ein weiterer praktischer Dienst mit dem Schwerpunkt auf Verkehrsunfällen statt. Unter der Leitung von Thomas Bumke sollen die Mitglieder um 19 Uhr in ihren Einsatzanzügen im Gerätehaus erscheinen. Der nächste praktische Dienst ist für den 13. Mai vorgesehen. Dieses Mal steht um 19 Uhr das Thema „Saugleitungen und Leitern“ im Vordergrund . Am Sonnabend, 21. Mai, finden wieder einmal die Wettkämpfe statt, ob mit oder ohne die Dannhäuser Wehr ist noch offen. Das Atemschutzgeräteträger(AGT)-Training findet in Bad Gandersheim am Freitag, 22. und 29. April, und Freitag, 6. und 13. Mai, immer um 18 Uhr statt. In Northeim ist dieses Training Dienstag, 26. April, und 3. , 10. und 17. Mai. Die Teilnahme sollte jeweils mit dem AGT-Beauftragten Burkhard Sdonuß abgesprochen werden.

Mitgliederbestand weiterhin stabil

Der Mitgliederbestand in der Freiwilligen Feuerwehr Dannhausen ist stabil. Aktuell sind 40 Aktive, 21 passive sowie 46 fördernde Mitglieder zu verzeichnen. Somit zählt die Feuerwehr 107 Mitglieder. Aktuell erreicht niemand die Altersgrenze für den aktiven Dienst. Bis zum Jahr 2022 sind es etwa fünf Aktive, die altersbedingt ausscheiden, acht weitere Aktive haben ihren Lebensmittelpunkt derzeit nicht in Dannhausen und es ist offen, ob es sie wieder in die Heimat zurückzieht. Es besteht also durchaus Handlungsbedarf auf absehbare Zeit.