Heinz Tautz eifrigster Sänger beim MGV Concordia Dannhausen

Männergesangverein zieht Bilanz / Hartmuth Borchers schon 30 Jahre 1. Vorsitzender

Dannhausen (uk). Auch wenn die Dannhäuser Sänger nicht jünger werden, so werden sie doch zumindest immer eifriger – zumindest mit Blick auf die Teilnahme an Übungsabenden. Dass ein Sänger keinen einzigen der insgesamt 43 Singabende verpasste, ist da schon eine Besonderheit. Der Vorsitzende des MGV Concordia Dannhausen hatte am vergangenen Sonnabend die angenehme Aufgabe, Heinz Tautz auszuzeichnen. Er hatte keinen einzigen Übungsabend verpasst. Für weitere „Spitzenwerte“ sorgten Hartmuth Borchers (einmal gefehlt) sowie Adolf Steinhoff und Egon Lüke, die je zweimal fehlten. Die Übungsabende sind die Pflicht, die Auftritte die Kür. Und davon gab es auch im vergangenen Jahr wieder eine ganze Menge, wie der Vorsitzende den Sängern während der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus zu berichten wusste. Gesungen wurde unter anderem beim Konzert in der Seboldshäuser Kirche, beim Fest der Chöre in Bad Gandersheim, beim Feuerwehrfest in Dannhausen, beim Frühschoppen an der Köherhütte sowie zur Adventsfeier der Senioren und in der Dannhäuser Kirche am vierten Advent. Wenn denn mal nicht gesungen wird, dann wird die Geselligkeit und die Kultur gepflegt, diesmal beispielsweise bei der Braunkohlwanderung, die nach Wolperode führte, beim Dia-Vortrag mit Walter Grotjahn oder beim Grillfest an der Hachenhäuser Waldhütte.

Wenn der stellvertretende Vorsitzende Alfred Mroske nicht darauf aufmerksam gemacht hätte, wäre es fast untergegangen. Schon seit 30 Jahren leitet Hartmuth Borchers nun schon den Männgersangverein Dannhausen. Dafür gab es Applaus und eine Flasche Wein. Es ist auch Borchers’ Verdienst, dass die Dannhäuser noch immer das Liedgut pflegen können. Wo viele andere Gesangvereine weitaus schwierigere Probleme haben, ist der MGV Concordia noch gut aufgestellt. Noch, denn Chorleiter Burkhard Müller hatte sich so seine Gedanken gemacht, wie man sich jüngeren Menschen öffnen könne. Das Repertoire werde auch daher weiter verändert. Man wolle sich dem Zeitgeist anpassen, sich aber andererseits nicht untreu werden. Den Gedanken, den Schrank mitsamt Noten ins Osterfeuer zu werfen, werden die Dannhäuser daher sicherlich auch nicht weiter verfolgen. Zurzeit verfügt man über 22 aktive Mitglieder, diese werden von 43 passiven unterstützt, so dass sich aktuell eine Gesamtmitgliederzahl von 65 ergibt. Erfreulich sei, dass mit Alf Borchers, Jens Westermann und Christoph Sdonuß neue Mitglieder gewonnen werden konnten, wenn auch bis auf Weiteres passiv. Die Sänger in Dannhausen kommen ohnehin auch aus den umliegenden Orten. Die Sangesbrüder mit „Migrationshintergrund“ fühlen sich in der Gemeinschaft aber pudelwohl, wie Jürgen Schwarz wohl auch stellvertretend für alle anderen berichtete. Grund zur Freude hatte Burkhard Müller dann aber auch. Franz Scholz und Siegfried Bendig seien die beiden Sänger, die im vergangenen Jahr die höchste Steigerungsrate verzeichnen konnten. Der zweite Bass sei im Schnitt zu 90 Prozent anwesend, der zweite Bass sogar zu 91 Prozent. Und Müller kündigte gleich schon einmal die Chorfreizeit im Kloster Drübeck an. Vom 15. bis 17. April werde man ein Wochenende ins Kloster gehen, um sich für neue Auftritte zu rüsten.
Den Kassenbericht gab Dieter Ahrens ab. Nach der Beitragserhöhung im vergangenen Jahr und dank des Frühschoppens habe man einen Gewinn erzielen können. Und dass, obwohl der Verein seit einem Jahr auch bei der Finanzierung des Dorfgemeinschaftshauses mithelfen muss. „Wir wollen auch weiter im Dorfgemeinschaftshaus bleiben, das ist unser Domizil“, machte Dieter Ahrens noch einmal unmissverständlich klar. Die Jahrestermine 2011 gab Hartmuth Borchers bekannt. Die Braunkohlwanderung findet demnach am 13. Februar statt. Außerdem geplant ist ein Himmelfahrtsvergnügen, und wiederum verschiedene Auftritte, beispielsweise beim Dorffest in Dannhausen und beim Waldfest in Dankelsheim. Auch beim Fest der Chöre am 5. Juni ist der MGV Dannhausen zugegen.