Seit 40 Jahren für Dannhausen aktiv

Jahreshauptversammlung des Dannhäuser Bürgervereins: Vorsitzender Harald Haumann (stehend) konnte auch diesmal wieder von zahlreichen Aktivitäten und Unternehmungen berichten.
 
Michael Ensinger (links) dankte Rolf Maibaum für dessen unermüdliches Engagement – als Lohn gibt es eine Kurzreise nach München.

Kurzweilige Jahreshauptversammlung des Bürgervereins / Auch der DGH-Trägerverein zieht eine Positiv-Bilanz

Auf ein ereignisreiches Jahr 2014 konnten am vergangenen Wochenende sowohl der Trägerverein für das Dorfgemeinschaftshaus als auch der Bürgerverein im Ortsteil Dannhausen zurückblicken. Seit nunmehr fünfeinhalb Jahren gibt es in Dannhausen den Trägerverein für das DGH und seither halten beide Vereine gemeinsam ihre Jahreshauptversammlung ab. So auch jetzt wieder am zurückliegenden Sonnabend.
Zum Auftakt konnte Andreas Fischer, Vorsitzender des Trägervereins, seinen Rechenschaftsbericht vorlegen. So hat der Trägerverein einen Kostenzuschusss der Stadt für den Einbau neuer Fenster erhalten. Überhaupt steht die dringend notwendige Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses ganz oben auf der Agenda des Trägervereins.
Aus Geldmangel mussten die geplanten Sanierungen aber erst einmal auf Eis gelegt werden, demnächst sollen aber eine neue Decke einschließlich Elektroinstallation und ein neuer Fußboden in das DGH kommen. Spenden erhielt man im vergangenen Jahr unter anderem von der Volksbank Seesen (930 Euro) und privat von der Familie Ensinger. Um weiteres Geld zu akquirieren, hat der Verein auch im vergangenen Jahr wieder diverse Veranstaltungen durchgeführt; dazu zählten das Fischessen, die Übertragung der WM-Spiele aus Brasilien und eine gelungene 70er-Jahre-Party. Ein Dank ging hier an die Helfer, namentlich erwähnt wurden Monika Adam, Gerald und Marina Roth, Astrid und Rolf Maibaum sowie Michael Ensinger. Ein Dank ging aber auch an den Männergesangverein Concorida Dannhausen, der immer wieder kleine Reparaturen durchführt. Letztlich ließ es sich Andreas Fischer bei der Gelegenheit nicht nehmen, Ortsvorsteher Harald Hausmann zu ehren. So soll der Weg in Richtung Kopfstein mit Zustimmung der Feldmarkinteressentschaft und in Anlehnung an die 1000-Jahrfeier des Ortes den Namen „Bollemoschder-Haraldus-Weg erhalten. Darüber hinaus erhielten alle Vorstandsmitglieder des Bürgervereins im Rahmen des 40. Vereinsjahres eine Flasche Sekt zum Dank.
Nach einem gemeinsamen Essen übernahm dann Harald Hausmann den Vorsitz und begrüßte die Mitglieder des Bürgervereines – das sind übrigens automatisch alle Dannhäuser. Von denen waren rund 40 zur Jahreshauptversammlung gekommen. Insbesondere konnte Hausmann seinen Amtsvorgänger Heinz Ude, SPD-Ratsherr Norbert Braun sowie ferner Anne Müller von den Gymnastikdamen und natürlich auch noch einmal Andreas Fischer vom Trägerverein willkommen heißen.
Der Jahresrückblick fiel sehr umfangreich aus. Der Bürgerverein unternahm eine Wanderung mit historischer Eisenbahnfahrt nach Drei-Annen-Hohne und konnte erstmals die Veranstaltung „Wir sind Dannhausen“ als Ideen-Workshop für den Ort durchführen. Hier wurde deutlich, dass sich das Dorf selbst vermarkten möchte, beispielsweise mit dem Hinweise auf kostengünstiges Bauland.
Viele Bewohner beteiligten sich auch wieder an der Aktion „Dannhausen putzt sich“. Im Mai wurde unter der Leitung von Heinz Kiehne eine Wanderung zum Wohlenstein unternommen und natürlich wurden gemeinsam mit dem Trägerverein die Fußball-WM-Spiele mit deutscher Beteiligung geschaut.
Das Dorffest 2014 wurde bei kühlem Wetter im August an der Köhlerhütte gefeiert, speziell am Abend war das Fest sehr gut besucht. Ein Dank Hausmanns ging an die vielen Helfer, die auch diesmal wieder zum Gelingen des Dorffestes beigetragen hatten. Schließlich wurde Anfang Dezember die Seniorenfeier zusammen mit der Kirchengemeinde gefeiert.


Fleißiger Rolf Maibaum für
Einsatz mit besonderem
Geschenk bedacht

Auch Hausmann vergaß es nicht, sich bei den vielen engagierten Dannhäusern zu bedanken, hier sprach er unter anderem Rolf und Astrid Maibaum, den Familien Scholz und Uhde, Alfred Müller, Rene Borchers, Stefan Armbrecht und vielen weiteren seinen Dank aus.
Einer aber hatte sich ganz offensichtlich ganz besonderes verdient gemacht – und zwar Rolf Maibaum. Michael Ensinger, Neu-Dannhäuser und ebenfalls aktiv im Senioren-Einsatz-Kommando (SEK) im Bürgerverein wusste die Verdienste Maibaums in bester bayrischer Manier zu würdigen. Als Geschenk hatte Michael Ensinger dem glühenden Eintracht-Braunschweig-Fan zum Pokalspiel nach München eingeladen. Für seine Worte erhielt Michael Ensinger langanhaltenden Applaus.
Nach so vielen Worten des Dankes richtete Harald Hausmann dann aber den Blick nach vorn. So stehen auch im neuen Jahr wieder gemeinsame Wanderungen auf dem Plan, und natürlich wird der Bürgerverein und damit alle Dannhäuser auch der Einladung der Feuerwehr Dannhausen folgen, die Anfang Juli ihren 140. Geburtstag mit einem Zeltfest feiern wird. Das Dorffest 2015 soll am 22. August an der Köhlerhütte gefeiert werden.
Natürlich sollen auch an der Köhlerhütte weitere Instandsetzungsarbeiten erfolgen, unter anderem soll der Grillstand ein neues Dach erhalten. Und so zeigte sich der Bürgerverein auch im 40. Jahr seines Bestehens als sehr rege. Bevor die Versammlung geschlossen wurde, nutzten Ratsherr Norbert Braun und Kirchenvorsteherin Sigrid Grützner die Gelegenheit, um über aktuelle Geschehnisse aus Politik und Kirche zu informieren. Norbert Braun wies insbesondere auf das Integrierte Städteentwicklungsprogramm (ISEK) hin. Auch Dannhausen könne davon profitieren. Über den Willen zur Neu-Strukturierung der Propstei berichtete Sigrid Grützner, die sich dabei Meinungen der Bewohner einholte.
„In einem kleinen Dorf wie Dannhausen kann man nur zusammen etwas erreichen. Andere beneiden uns um unsere Dorfgemeinschaft, das kann auch gern weiter so sein“, schloss Harald Hausmann die Versammlung und man widmete sich dem gemütlichen Teil.