9377 Liter Blut in 50 Jahren

Die vielen fleißigen Helferinnen und die beiden ehemaligen ersten Vorsitzenden, Elsbeth Lewin (2. von links) und Sieglinde Armbrecht (rechts) zusammen mit Karin Köhler(2. von rechts) und Hans-Peter Pöhling.

DRK Eisdorf ehrte zahlreiche Helferinnen des Blutspende-Teams – ohne sie wäre die Arbeit nicht zu leisten

Am 24. und 25. April 1963 rief der DRK-Ortsverein Eisdorf erstmals zum Blutspenden auf. Aufgrund dieses Jubiläums hatte der Vorstand vor dem mittlerweile 93. Blutspendetermin zu einer kleinen Feierstunde geladen, während der zahlreiche Frauen geehrt wurden, die viele Jahrzehnte dabei waren und noch sind.
Zuvor lud die erste Vorsitzende, Karin Köhler, im Kultur- und Sportzentrum zu einer von Zahlen geprägten Zeitreise ein. Seit dieser für viele Menschen lebenswichtigen Premiere vor 50 Jahren fanden 92 Termine statt, in denen 9.377 Spender zusammen 4.688,5 Liter Blut spendeten.

Die ehrenamtliche Arbeit habe aber auch eine erstaunliche und dankeswerte Stundenzahl aufzuweisen. Bei jedem der 92 Termine seien für die Vorbereitung drei fleißige Helferinnen zu jeweils vier Stunden zu verbuchen.
Während der 92 Blutspenden habe es gegolten 14.000 Tassen Kaffee und 3.700 Eier zu kochen, 4.600 Brötchen zu belegen und 230 Kilogramm Butter darauf zu verteilen. Und genau das alles wäre nicht möglich gewesen, wenn nicht so viel freiwillige Helfer zur Seite gestanden hätten.
Um ihnen für ihre jahrzehntelange Treue Danke zu sagen, war auch DRK-Gebietsreferent Hans-Peter Pöhling gekommen. Und er überreichte den fleißigen Helferinnen jeweils eine Urkunde sowie einen Thermobecher. Die erste Vorsitzende wiederum hatte zwei blumige Dankeschöne mitgebracht, welche sie ihren Vorgängerinnen Sieglinde Armbrecht und Elsbeth Lewin überreichte.
Karin Köhler beließ es übrigens nicht bloß bei dem Zahlenspiel. Sie erinnerte auch daran, dass an den ersten beiden Spendetagen insgesamt 190 Menschen kamen. Das sei ein großartiger Beginn gewesen und habe nicht bloß die damalige Erste Vorsitzende, Inge Binnewies gefreut. Begonnen habe das Blutspenden in zwei Parterre-Klassenräumen, die es gegolten habe, auszuräumen, damit die Blutspendeanlagen Platz hatten. Nach dem Blutspenden war alles wieder so herzurichten, wie man es vorgefunden hatte, denn am folgenden Tag, wurde ja der Schulbetrieb wieder aufgenommen. All die Jahre habe das dank der Toleranz der Lehrer so gut geklappt.
Seit 2009 findet das Blutspenden im KuS statt. „Das ist so schön“, jubelte die Sprecherin. Alles ist so eben und so entspannt, dass auch die Spende-Teams immer wieder zufrieden seien.
Hans-Peter Pöhling ließ es sich aber auch nicht nehmen, vor der Ehrung ein paar Worte des Dankes zu vermitteln. Denn ohne die Ortsvereine sei es nicht möglich so viele Blutspendetermine in allen Jahreszeiten einzuhalten. Und diese Basis werde ausschließlich von freiwilligen Helfern gewährleistet. Dafür könne man nicht genug Danke sagen.
Danke sagte die erste Vorsitzende aber noch einem fleißigen Helfer im Hintergrund: Paul Ries. Der hat nämlich Grafik-Plakate und Einladungen erstellt und alles gespendet.