Ein Herbstkonzert so bunt wie die Blätter an den Bäumen

Die beiden Chöre mit den erwachsenen Sängerinnen und Sängern hießen alle mit „Amsterdam“ willkommen.

Wie gut den Gästen das Konzert in der St.-Georg-Kirche gefallen hat, zeigte das Porzellanschweinchen

Ein Frauenchor („CHORios“), ein Gemischter Gospelchor („Crescendo“) und ein Kinderchor („CHORiolinos“) hatten in die Eisdorfer St.-Georg-Kirche geladen, und allen Dreien gelang es, unter der Leitung von Astrid Bierhance ein Herbstkonzert in voll besetztem Gotteshaus zu präsentieren, das ebenso bunt war, wie die Blätter, die sich noch an den Bäumen befinden.
Schon allein mit dem Begrüßungslied „Amsterdam“, welches aus der Feder von Cora von dem Bottlenberg stammt und seit fast 30 Jahren erklingt, luden die beiden Chöre der erwachsenen Sängerinnen und Sänger zur Reise durch die Vielfalt der Musik ein, und keiner der Gäste aus nah und fern, ließ sich dazu zweimal bitten, was der von ganzem Herzen entgegengebrachte Applaus immer wieder deutlich machte.
Während „Crescendo“ überwiegend in die Spiritual- und Gospelsong-Metropole entführte, ließ der Chor es sich jedoch nicht nehmen, über die oftmals interpretierten „Sieben Brücken“ zu gehen. „CHORios“ schaute in der Schlager-, Musical- und Filmwelt vorbei. Dabei bestachen insbesondere die acappella-Stücke.
Die Mädchen und Jungen von „CHORiolinos“ präsentierten bei ihrem ersten Auftritt einen lustigen Wetterbericht und im zweiten einen verträumten Part, wobei das kleine Kätzchen ebenso wenig fehlte, wie der Stern, welcher vom Himmel fiel. Ganz besonders viel Anerkennung erhielten bei dem großen Auftritt der Kleinen die Solistinnen, die über sich selbst hinauszuwachsen schienen.
Das Highlight des Abends war aber das geistliche Lied „Amazing Grace“, dessen Text­ursprung im Erlebnis eines Sklavenschiff-Kapitäns zu finden ist. Es vermittelte bei den Sängerinnen und Sängern sowie dem Publikum, das leise und lauter, aber einfühlsam, mitsummte, ein wahres Gänsehautfeeling. Entlassen wurden dann aber die Gäste mit dem Kanon „Bleibe bei uns Herr“.
Große Aufmerksamkeit widerfuhr aber der vierjährigen Lenya, die flugs im Laufe des Konzertes zu Mama und Tante eilte, die im „CHORios“ ihre Stimmen erklingen ließen. Wie gut es allen gefallen hatte, zeigte das Porzellanschweinchen, das beim Hinausgehen bestens gefüttert wurde. Die Chöre wiederum stärkten sich anschließend in der Heimatstube und ließen die 90 von Musik und bester Stimmung getragenen Minuten Revue passieren.