Einsatz der Bürger wichtig für Erhalt der Spielplätze

Umfrage zum Erhalt alter Werte im Bereich Umwelt und Bauplanung

Eisdorf (pb). Der Ausbau der Hammensener Straße in Willensen ist jetzt wohl endgültig in trockenen Tüchern. Das ließ Gemeindedirektor Harald Dietzmann während der Ratssitzung der Gemeinde Eisdorf durchblicken. Er erklärte, dass bereits Gespräche mit der Firma geführt wurden, die am Ende auch den Auftrag erhalten werde. Der Baubeginn ist für die letzte Juni-Woche angesetzt. Bis dahin wird auch die entsprechende Umleitung genau ausgeschildert sein.
Außerdem teilte Dietzmann mit, dass der Landkreis die Haushaltssatzung 2012 genehmigt hat.
Dietzmann kam aber auch auf das Thema „Grünanlagenpflege“ zu sprechen. Immerhin verfügen Eisdorf und Willensen über 38.280 Quadratmeter, die sich unter anderem in Straßenbegleitgrün, Spielplätze, Sportplätze und Festplatz aufgliedern. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie müssen vom Straßenbauhof gepflegt werden, und das kostet Geld.
Und genau in diesem Punkt wurde der Beschlussvorschlag des Bauausschusses einstimmig angenommen. Der Kostenrahmen wird gemäß der Mittelbereitstellung im Haushaltsplan mit 40.700 Euro festgelegt und wird auch für die Folgejahre bis auf Weiteres entsprechend gelten.
Übrigens erhält der Straßenbauhof große Unterstützung mittels der freiwilligen Pflegeschaften der Anwohner. Gleiches gilt für den Haushalt der Gemeinde. Denn der freiwillige Einsatz erspart eine Menge Ausgaben. Außerdem, da waren sich Harald Dietzmann und Bürgermeisterin Petra Pinnecke einig, sehe es überall in Eisdorf und Willensen sehr ansehnlich aus. Allen, die für diese Dorfverschönerung sorgen, galt ein großes Dankeschön.
So werden beispielsweise allein drei von vier Spielplätzen durch Patenschaften der Anwohner gepflegt. Und genau die können so auf jeden Fall erhalten werden.
Bürgermeisterin Petra Pinnecke kam aber noch auf ein schon fast althergebrachtes Thema mit neuem Ansatz zu sprechen: „Dorferneuerung“. Es dürfte noch in guter Erinnerung sein, dass dieses Modellprojekt 2008 aus dem triftigen Grund von der Leibniz-Universität Hannover für insgesamt zwölf Niedersächsische Gemeinden ins Rollen gebracht wurde, weil dort noch landwirtschaftliche Betriebe erhaltenswert erschienen. Dazu gehört auch Eisdorf. Jetzt soll noch einer ganz anderen Frage auf wissenschaftlich-zukunftsorientiertem Weg nachgegangen werden. Die soll allerdings allen Einwohnern schriftlich gestellt werden und befasst sich damit, wie das Engagement im ländlichen Raum zum Erhalt alter Werte im Bereich Umwelt und Bauplanung eingestuft wird.
Diese Fragebögen werden Ende Juni an alle Haushalte vergeben. Rat und Verwaltung rufen schon jetzt dazu auf, diese nicht ungelesen zum Altpapier zu legen, sondern sie ernsthaft zu studieren und auszufüllen. Denn nur so sei es möglich zu erfahren, was die Bürger für ein Engagement im Bereich der Änderungsvorschläge haben. Die ausgefüllten Fragezettel können dann bei Petra Pinnecke, den Ratsfrauen und -herren abgegeben sowie in den Postkasten des ehemaligen Gemeindebüros gesteckt werden.