Feldmarksinteressenten plädieren für ADAC-Rallye

Die Feldmarksinteressenten sind für die Durchführung der ADAC Rallye in der Feldmark Eisdorf. (Foto: ADAC)

Beitrag wird beibehalten / Wildschweinplage wird erwartet / Starke Frequentierung der Feldwege

Eisdorf (pb). Mit großer Mehrheit entschieden sich die Teilnehmer der Mitgliederversammlung der Feldmarksinteressentenschaft Eisdorf für die Durchführung der ADAC-Rallye Niedersachsen, welche am 29. und 30. Juni auch wieder durch die Feldmark Eisdorf führen wird. Der Streckenverlauf zieht sich von der Kreisstraße 31 zum „Schwarzen Berg“ und entlang der „Kalkröse“ bis hin zur Landesstraße 525, wo im Bereich der „Klengelei“ bei Wes­terhof die Zielankunft sein wird.
Bevor aber dieser Beschluss fiel, ließ der erste Vorsitzende Joachim Lawes in seinem Bericht die im zurückliegenden Jahr in Angriff genommenen Maßnahmen Revue passieren. So sei an diversen Stellen Wege- und Grabenunterhalt sowie Baum- und Strauchschnitt betrieben worden. Weiter sprachen sich alle stimmberechtigen Versammlungsteilnehmer für die Beibehaltung des Feldmarksbeitrages in Höhe von sechs Euro/Hektar aus. Die für das Wirtschaftsjahr 2012 vorgesehenen Unterhaltungsarbeiten wurden ebenso einstimmig beschlossen wie der vom Rechnungsführer Jürgen Weitemeyer aufgestellte Haushaltsplan.
Mahnende Worte, die übrigens von Beifall begleitet wurden, fand der erste Vorsitzende allerdings zu der oft zitierten Energiewende und den sich daraus ergebenden Folgen durch den Anbau von Biomais und Biogetreide. „Insbesondere aus Sicht des Wegeunterhaltenden eröffnen sich hier riesige Probleme, die von allen Feldmarksinteressenten zu zahlen sind“, so Lawes. Der Nutzen aus dem Betrieb von Biogasanlagen und den Anbau der entsprechenden Pflanzen bliebe dagegen nur einigen, wenigen vorbehalten.
Neben einer zu erwartenden Wildschweinplage und einer zu befürchtenden Verödung des Landschaftsbildes werden auch die Wirtschaftswege der Feldmark durch eine deutlich höhere Frequentierung mit schwerem Gerät stark beansprucht. „Daher möge ein jeder für sich prüfen, ob die Inaussichtstellung einer hohen Pachteinnahme, oder ein überdurchschnittlicher Grundstücksverkaufspreis wirklich lohnend ist“. Denn so, wie es zurzeit noch ist, könne jeder Feldmarksinteressent Einfluss nehmen auf den Erhalt der Landschaft.