Fitnessorden für alle Generationen

Die mit dem Sportabzeichen Geehrten und die ausgezeichneten Prüfer zusammen mit Dr. Andreas Philippi, Ortsbürgermeister Frank Brakebusch, Petra Graunke, dem Vorsitzenden des Gastgebers (TSC Eisdorf), Michael von Einem, Klaus Dressler-KSB und Sportabzeichenbeauftragter Günter Thiele. (Foto: Bordfeld)

KreisSportBund Göttingen-Osterode verleiht Sportabzeichen im KuS Eisdorf

Der KreisSportBund Göttingen-Osterode hatte ins KuS (Kultur- und Sportzentrum Eisdorf) geladen, um in guter Tradition des Altlandkreises Osterode diverse hohe Sportabzeichen zu verleihen und fünf Prüfer für ihre langjährige Tätigkeit zu ehren.

Dr. Andreas Philippi, stellvertretender Landrat des Kreises Göttingen, benannte in seinem Grußwort diese Auszeichnung in die Vergabe eines Ordens um. Er habe sich für diesen Begriff entschieden, weil es sich bei den Sportabzeichen um ein Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland mit Ordenscharakter handele. Es sei im Prinzip der Fitnessorden für alle Generationen.
Um genau den zu erhalten, müssten persönliche Bestleistungen an den Tag gelegt werden. Dafür bräuchte man Ausdauer, Kraft und Einsatzwillen. Allerdings dürften Spaß am Sport und Freude an der Bewegung nicht vergessen werden. Wenn all das im Mittelpunkt stünde, dann werde eben dieser Orden schon fast zur Nebensache. „Ihr persönlicher Gewinn ist ihre Fitness und Gesundheit“.
Die Ehrung sei ein schöner Rahmen, um die Leistungen eines jeden zu würdigen. Der einzige Wermutstropfen dieses Nachmittages sei die Tatsache, dass Klaus Liebing aus einem sehr triftigen Grund nicht zugegen sein konnte. Dabei wäre es ihm eine Freude gewesen, seinem sehr engagierten politischen Vorgänger die Urkunde für 30 Jahre währende Tätigkeit als Prüfer zu überreichen.
Dr. Philippi war nicht der einzige Gast, der ein Grußwort übermittelte. Denn neben Klaus Dreßler, dem Vorstandssprecher des neuen KreisSportBundes, der eher fusioniert hatte als die beiden Landkreise Osterode und Göttingen, hatte es sich auch nicht nehmen lassen, den Weg nach Eisdorf einzuschlagen, um den Sportlern und Prüfern herzlichst zu danken. Für die Ortschaft selbst war der stellvertretende Ortsbürgermeister Frank Brakebusch erschienen. Außerdem waren zahlreiche Vertreter des TSC Eisdorf zugegen, der Verein hatte diese Feierstunde letztendlich ausgerichtet.
Somit hatten vom KSB der Beauftragte für Sportabzeichen, Günter Thiele, und Geschäftsführerin Petra Graunke allen Grund, sich über die große Zahl der Gäste zu freuen.
Genau das tat Klaus Dreßler als Erstes kund. Er gestand, dass er erst einmal überlegen musste, wo wohl das KuS in Eisdorf liege. Als er genau dieses betreten habe, hätte sich große Freude über die schönen Räumlichkeiten breit gemacht.
Auf die KSB-Fusion zu sprechen kommend, erinnerte er daran, dass sich darin 454 Sportvereine mit rund 87.000 Mitgliedern zusammengeschlossen hätten. Das heiße allerdings nicht, dass damit die Geschäftsstelle Osterode dem Gestern angehöre. Sie bleibe auch weiterhin bestehen, Ansprechpartnern ist Petra Graunke.
Frank Brakebusch versicherte, dass er sich sehr darüber freue, dass Eisdorf als Verleihungsstandort ausgewählt wurde, auch wenn das Einzugsgebiet des neuen KreisSportBundes erheblich gewachsen sei.
Michael von Einem, Vorsitzender des TSC Eisdorf, versicherte, dass es ihn und sein Team sehr freue, dass alle den Weg ins KuS gefunden hatten. Sehr gut fände er es auch, dass bei den Ehrungen die Prüfer nicht vergessen wurden. Sein Dank galt Günter Thiele und dem KSB, wo alle Fäden – nicht nur für die Sportabzeichen – zusammenliefen.
Nachdem dann auch Günter Thiele allen, die gekommen waren und denen, die diese kleine Feierstunde ausgerichtet hatten ein großes Dankeschön ausgesprochen hatte, „läutete“ er die Ehrungen ein. Da ohne die Prüfer die Sportabzeichen-Vergabe erst gar nicht möglich wäre, bat er Christa Werner, die bereits seit 40 Jahren dieses Ehrenamt ausübt, und Thomas Kaufmann, der auch schon 30 Jahre dabei ist, nach vorne. Er überreichte ihnen eine Urkunde vom Landessportbund für langjähriges ehrenamtliches Engagement. Klaus Liebing (30 Jahre) und Jürgen Kuhnert (20 Jahre) werden zu einem anderen, geeigneten Zeitpunkt geehrt.
Dann galt es für die sportlichen Frauen und Männer, das besagte Sportabzeichen und die Urkunde dafür zu übernehmen, dass sie es bereits zum 20., 30., 40. und 50. Mal abgelegt hatten.
Die Ehrung von 13 Sportlerinnen und Sportlern, die nach den Bedingungen des Behindertensportverbandes (BSN) ihren Orden erworben hatten, schloss sich an.
Abschließend erinnerte Thiele daran, dass die Reform des Sportabzeichens zum 100. Jahrestag dieser Ehrung vermutlich viele bewegt habe, jetzt einzusteigen. Denn nur so lasse sich erklären, dass trotz des Unmutes einiger Älterer eine Steigerung in 2015 zu verzeichnen war. Für 2016 konnte er noch keine Aussage treffen. Er rief aber auch Familien auf, vom Großvater bis zum Enkel das Familiensportabzeichen zu beantragen und zu erwerben.
Außerdem sollte niemand vergessen, bei seiner Krankenkasse einen Bonus für Sportabzeichen und sportliche Betätigung zu beantragen. Das könne sich in geldwertem oder anderen Vorteilen auszahlen.

EHRUNGEN:

50. Sportabzeichen: Walter Ernst
40. Sportabzeichen: Margret Kuthe, Horst Riehn und Uwe Rentzsch
30. Sportabzeichen: Elke Pätzold-Klosa, Monika Hahn, Helfried Bode, Jörg Wedekind und Ingo Fraatz
20. Sportabzeichen: Brigitte Böttcher, Ilsemarie Luttmann, Judith Salomon, Dieter Jahn und Jürgen Ropte
Sportabzeichen nach den Bedingungen des BSN: Rainer Neumann (32), Lars Neumann, Gerhard Kexel und Ingo Kohlrausch (je acht Mal), Daniela Marx (sechsmal), Sarah-Louisa Brakel (fünf Mal), Florian Leopold (je vier Mal), Tobias Gorny (zweimal) sowie Anna Bornemann, Jessica Wedler, Waltraud Jahn, Lordana Kraus und Marlen Markgräfe (je einmal)