GS Eisdorf stellt sich als offene Ganztagsschule vor

Die Tanz-AG ließ „Das rote Pferd“ über den Schulhof galoppieren. (Foto: Bordfeld)
 
Die Flöten-AG sorgte für den musikalischen Rahmen. (Foto: Bordfeld)

Fast zwei Drittel der Schüler nehmen das neue Angebot wahr

Was sich hinter dem Begriff „Offene Ganztagsschule“ verbirgt, das stellten die Schüler sowie die Lehrkräfte und freien Mitarbeiter während des Tages der offenen Tür in der Grundschule im Borntal dar. Bevor es aber soweit war, gab es erst einmal zahlreiche Worte des Dankes und der Anerkennung zu hören und viele andere Aktionen zu sehen.

Von Petra Bordfeld

Eisdorf. Im ersten Teil dieses bunten Nachmittags, der vom Schulchor, der Flöten- und der Gitarren-AG musikalisch umrahmt wurde, hieß Rektorin Iris Keller neben Vertretern der Politik auch die des Fördervereins, des Schulvorstands, des Schulelternrates, Sponsoren, Kollegen und Kinder der Grundschule aufs Herzlichste willkommen. Für sie sei dieser Tag, der ja gleichzeitig die offizielle Einweihung der offenen Ganztagsschule sei, eine Herzensangelegenheit. Schließlich seien schon lange vor dem „Ja-Wort“ der Samtgemeinde Bad Grund zusammen mit dem Förderverein viele Überlegungen angestellt worden, um eine Nachmittagsbetreuung und insbesondere eine Hausaufgabenhilfe auf freiwilliger Basis zu installieren.
Vor knapp einem Jahr habe man die Chance ergriffen und an das Kultusministerium den Antrag auf Umwandlung gestellt. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Samtgemeinde sowie der Entwürfe und Koordinierung aller Handwerkerarbeiten seitens des Bauamtes, des ebenfalls großen finanziellen und ehrenamtlichen Einsatzes der „Dorfgemeinschaft Leben & Wohnen in Eisdorf“ (DoLeWo) und des materiellen Einsatzes der Sparkasse sei das wichtige Vorhaben umgesetzt worden. „Wo so viele Menschen mit einem Ziel zusammenwirken, da muss ja etwas Gutes herauskommen“, so Iris Keller weiter.
Und die Mühen hätten sich gelohnt, fast zwei Drittel der Schülerschaft nehme das Angebot an. Iris Keller dankte ganz besonders den Mitarbeitern im Nachmittagsbereich Miriam Brünau, Claudia Niehus, Katharina Zorant, Karin Selmikeit, Frauke Ebeling, Lisa-Marie Halpape, Uwe Kupke, Fabian Schnute und der Jugendpflegerin Melanie Henschel für ihre engagierte Arbeit.
Herbert Lohrberg ergriff als stellvertretender Samtgemeindedirektor das Wort und betonte, dass die GS Eisdorf neben Bad Grund die zweite Offene Ganztagsgrundschule in der Samtgemeinde sei, und dass Gittelde auch einen derartigen Antrag gestellt habe. Mit Hilfe des Konjunkturpaketes II und dem Investitionspaket hätten über 40 000 Euro zur Verfügung gestanden. Die Arbeiten wiederum seien von Unternehmen aus der Samtgemeinde, der Beschäftigungsinitiative der Samtgemeinde (BIS) und dem Verein DoLeWo durchgeführt worden. Mit Hilfe des Letztgenannten, der rund 10000 Euro habe einfließen lassen, dem Schulförderverein der GS und der Sparkasse Osterode seien Gelder eingespart worden, die nun für Renovierungs- und Ausstattungsmaßnahmen für Schulleitung, Sekretariat und Lehrerzimmer zur Verfügung stünden. Abschließend stellte Lohrberg fest, dass mit der Einrichtung der Ganztagsschule eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen worden sei.
Bürgermeisterin Petra Pinnecke ließ eingangs die Schulgeschichte Revue passieren. Bereits 2001/2002 sei die Verlässliche Grundschule eingeführt worden, was bedeutet habe, dass die Kinder von 8 bis 13 Uhr entweder mit Unterricht versorgt oder durch Betreuungskräfte beaufsichtigt worden seien. Jetzt, rund neun Jahre später, habe sich wieder etwas geändert. Der in einem Antrag formulierte Elternwunsch sei von der Samtgemeinde befürwortet worden. „Gemeinsam ist man halt doch stark und kann einiges bewegen.“
Christian Brakebusch ergriff nicht bloß im Namen der DoLeWo das Wort, sondern überreichte auch in deren Namen einen Beamer und den dazugehörigen Schrank. Uwe Kupke wiederum überreichte im Namen des Förderkreises Heimatgeschichte und Heimatkunde einen erheblichen Betrag, der aus dem Flohmarkt im Mitteldorf zusammengekommen war und jetzt für Getränke in der Mittagsküche eingesetzt werden soll.
Peter Schwinger brachte im Namen der CDU-Fraktion große Freude darüber zum Ausdruck, dass der Samtgemeinderat einstimmig die Einrichtung von Offenen Ganztagsschulen beschlossen habe.
Während des zweiten Teiles des Nachmittags öffneten sich die Türen für alle Interessierten. Zu Beginn ließ die Tanz-AG erst einmal „Das rote Pferd“ über den Schulhof „galoppieren“. Mit den Worten „Ich denke, die Ganztagsschule ist die Schule der Zukunft“, lud Iris Keller anschließend alle ein, sich in den neu gestalteten Räumlichkeiten umzusehen. Wer nicht nur schauen, sondern auch mitmachen wollte, hatte dazu auch Gelegenheit, denn in vielen Räumen warteten Spiele, Basteleien und Mitmach-Experimente darauf, in Angriff genommen zu werden.