Lerbacher Kreis übt sich im Umgang mit der Wünschelrute

Die Mitglieder des Lerbacher Kreises mit Wünschelrouten vor der Heimatstube in Eisdorf. (Foto: Kippenberg)

Beim Rundgang durch Eisdorf auf Wasseradern und Erdverwerfungen gestoßen

Eisdorf/Lerbach (kip) Das 35. Treffen des Lerbacher Kreises begann am Freitag nach Himmelfahrt mit Vorgesprächen für die alljährlich stattfindende Wochenend-Tagung und der vorgesehenen Exkursion nach Eisdorf.
Hans-Joachim Kratsch stimmte die Teilnehmer mit einem im Archiv des Landesbergamtes in Clausthal-Zellerfeld gefundenen Beleg aus 1711 auf die Exkursion über das Wünschelruten-Gehen ein. In diesem Beleg wird über Aussagen eines Wünschelrutengängers aus Bad Grund über das Aufspüren von verschütteten Bergleuten und deren Gesundheitszustand berichtet.
Am Sonnabend empfing Uwe Kupke die Teilnehmer des Lerbacher Kreises in der Eisdorfer Heimatstube. Anschaulich referierte Uwe Kupke über den Umgang mit einer Wünschelrute. So zeigte er mögliche Einflussfaktoren auf Mensch und Umwelt auf. Dies können Störstrahlungen verschiedener Art, aber auch Wasseradern und Erdverwerfungen sein. Mit einer Wünschelrute können die Störfaktoren festgestellt werden. Weiter stellte er verschiedene Wünschelruten aus Holz, Metall und Kunststoff sowie die verschiedenen Formen dieser Ruten vor.
Nach der Theorie folgten praktische Übungen bei einem Rundgang durch Eisdorf. Uwe Kupke wies auf den renovierten Dorfbrunnen im Mitteldorf hin oder machte auf Bäume aufmerksam, die in einer anderen Form ausgebildet waren. Alsbald übten einige Teilnehmer mit den von Uwe Kupke aus einfachen Schweißdrähten geformten Wünschelruten. Sie waren überrascht, wenn ohne ihr Dazutun die Wünschelrute ausschlug und eine Erdverwerfung oder Wasserader anzeigte.
Uwe Kupke zeigte in der Praxis den Gästen des Lerbacher Kreises die verschiedensten Arbeitsweisen mit einer Wünschelrute auf. Das Interesse der Teilnehmer war groß, so dass der vorgesehene Zeitrahmen nicht eingehalten werden konnte.