Oscar-Verleihung auch in Eisdorf

Thorsten Langes Vater Dietmar und Andre Maronna und die Theatergruppe St. Georg zusammen mit SG-Bürgermeister Harald Dietzmann (rechts), Bürgermeisterin Petra Pinnecke (4. von links) und dem stellvertretenden Bürgermeister Frank Brakebusch (2. von links).
 
Petra Pinnekce (rechts) und Frank Brakebusch, stellvertretender Bürgermeister (links), zusammen mit Brigitte und Heinz Blume.

Beim Neujahrsempfang erhielten die Regisseure Andre Maronna und Thorsten Lange eine Auszeichnung

Während des bereits 22. und gleichzeitig letzten Neujahrsempfangs der Gemeinde Eisdorf/Willensen im Kultur- und Sportzentrum Eisdorf (KuS) erfolgte auch eine Oscar-Verleihung. Denn genau diesen überreichte Bürgermeisterin Petra Pinnecke den beiden Produzenten und Regisseuren Andre Maronna und Thorsten Lange in Anerkennung dafür, dass sie die Filmkultur in die weite Welt bringen. Letztendlich hatten die beiden im letzten Jahr zur einer ganz noblen Filmnacht ins KuS geladen, wo ihr Streifen „Curse of the Vampire“ mit dem Team „Alkoholfreie Pictures“ Premiere feierte.
Die Theatergruppe St. Georg, die 2014 ihr zehnjähriges Bestehen feiert, erhielt keinen Oscar, sondern einen edlen Butler aus Holz. Denn sie holte mit dem Stück „Dinner for one“ das Theaterfieber nach Eisdorf. Etliche Musicals brachten sie auf die Bretter, welche die Welt bedeuten und hätten dabei alles mit Engagement und Können umgesetzt. Dafür gab es ein großes Dankeschön und den Wunsch, dass dieses Theaterfieber nie verglühen möge.
Bevor es aber zur Oscar-Verleihung kam, eröffneten Superintendent Volkmar Keil, Lektorin Kirstin Henrici und Kirchenvorstandsvorsitzender Tobias Armbrecht den Neujahrsempfang traditionsgemäß mit einer liturgischen Feier, die von Michael Stein am Keyboard musikalisch umrahmt wurde. Keil rief dazu auf, dass sich jeder mit Mut und Frohsinn für seine Gemeinde einsetzen solle, damit sie ein schöner Ort bliebe und man stolz auf sie sein könne. Denn die Geschichte werde auch in Eisdorf weitergehen, was übrigens ebenso für die hiesige Kirche gelte. Es werde mit Handeln viel erreicht, nicht mit Klagen. Auch wenn der eine oder die andere mit der Umwandlung der Samtgemeinde in eine Einheitsgemeinde keine Freudensprünge mache und auch der Traum von dem etwaigen Wiederaufbau der Kleinbahn nicht wahr werde, dürfe niemand die Zukunft aus den Augen verlieren.
Nicht nach vorne, sondern zurück schauten Heinz Blume, der 19 Jahre im Samtgemeinderat und 32 Jahre im Gemeinderat Eisdorf vertreten war, sowie Ortschronistin Diana Borchers. Blume erinnerte an die Entstehungsgeschichte der Samtgemeinde Bad Grund, die Ortschronistin schaute, was sich in den 70er Jahren und im zurückliegenden Jahr alles so ereignet hat.
Weil beide Referenten so gute Einblicke in vergangene aber nicht unbedingt vergessene Tage gaben, überreichte ihnen Petra Pinnecke Dankeschönpräsente.
Es galt aber auch in der Gegenwart Abschied zu nehmen, und zwar von zwei ehrenamtlichen Politikern. Denn Knut Willamowius, der elf Jahre im Rat der Gemeinde Eisdorf/Willensen saß und Jörg Starke, der darin eineinhalb Jahre war, durften nicht erneut kandidieren, weil sie beide in Willensen wohnen, welches sich am 1. März wieder von Eisdorf „abnabelt“. Während der konstituierenden Sitzung, zu welcher sich der Ortsrat Eisdorf am 4. März trifft, werden noch Astrid Schreiber und Hartmuth Nienstedt verabschiedet. Sie beide wohnen ebenso in Willensen, er wird zum Ortsvorsteher ernannt.
Die meistern Gläser der Gemeinde und Buchgutscheine wurden während der Sportlerehrung vergeben. In ihrer Laudatio versicherte Eisdorfs Bürgermeisterin, dass sich die Zeit, die man in den Sport inves­­tiert, gelohnt habe, was die Erfolge und Siege, die Medaillen und Pokale dokumentierten. Das Gemeinschaftserlebnis zusammen zu kämpfen und zusammen zu gewinnen, aber auch zusammen zu feiern und Teamgeist zu erleben, Fairness zu üben und zu erfahren und die große pädagogische Aufgabe des Sports – all das mache den Sport lohnenswert. Außerdem brächte Sport Menschen verschiedenen Alters, verschiedener Herkunft oder verschiedener Nationalität zusammen.
„Ihr Sportler investiert Zeit und Mühen in den Sport; die Gemeinde Eisdorf beziehungsweise die Samtgemeinde Bad Grund finanzielle Mittel und Sachleistungen. Wir tun das gerne, denn ihr seid es uns wert,“ so Petra Pinnecke weiter. Sie vergaß aber auch nicht, den starken Helferinnen und Helfer im Hintergrund für deren ehrenamtliche Engagement zu danken. Vereins- und Breitensport sei ohne Ehrenamt einfach nicht denkbar.
Dann bat sie Mannschaften sowie Sportlerinnen und Sportler des FC und des TSC Eisdorf nach vorne, um sie alle für deren Leistungen ein Anerkennungspräsent zu überreichen
Abschließend betonte die Bürgermeisterin, dass 2012 zwar nicht der angekündigte Weltuntergang eingetreten ist, dafür wurde aber das letzte Jahr der Gemeinde Eisdorf/Willensen „eingeläutet“. Aber auch das sei kein Weltuntergang in der kleinen kommunalen Welt. Letztendlich sei ein Ortsrat doch ein wichtiges Bindeglied zwischen den Bürgerinnen und Bürgern der Ortschaft Eisdorf und dem Gemeinderat sowie der Verwaltung Bad Grund. Schließlich würden die Ortsratsmitglieder weiterhin ein offenes Ohr für Sorgen, Nöte und Ärgernisse der Bürger haben und sich immer wieder für die Eisdorfer einsetzen, helfen und vermitteln.
Also sollte jeder positiv in die Zukunft schauen und auf Albert Einstein hören, der da sagte: „Mehr, als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben!“.



Geehrt wurden:
FC EISDORF: 1. Herren-Mannschaft (SG-Meister), Damenfußballmannschaft (Hallenkreismeisterinnen), A-Jugend-Mannschaft (Kreispokalsieger), Hartmut Elligsen (für 27-jährige Vorstands- und Vereinsarbeit).
TSC EISDORF: Julian Allershausen, Lorena Bähner, Thomas Faller, Joleen-Magdalena Güttler, Marie Haase, Joshua Hallepape, Franziska Koch, Marius Koch, Jonah Kriebel, Jule Kriebel, Aaron, Elias und Mario Ludwig, Finja Opel, Philine Opel, Ann-Elen Pinnecke, Samira Starke, Steven Stolle, Lisann-Aileen Töllner und Anna Willamowius, Luca Zirbus.