Schützen feiern Wiedergründung vor 50 Jahren

Der erste Vorsitzende des Schützenvereins, Dieter Armbrecht, zusammen mit den vom Verein geehrten Mitgliedern: Wilhelm Schmidt, Ernst Reinhardt, Peter Linde, Wolfgang Lewin, Friedel Wode und Hermann Haarde (von links).
 
Kreisvorsitzender Sönke Altmann zusammen mit Mike Lüllemann, Ralf Lüllemann, Wolf-Dieter Wegner, Bärbel Leimeister, Jörg Nienstedt, Bernd Kruse, Dominik Jentsch und dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Kurt Knoke.

Jubiläumsfeier in Eisdorf: KSB und Verein ehren Mitglieder

1963 wurde Papst Paul VI inthronisiert, in England wurde der Postzug überfallen, Konrad Adenauer trat als Bundeskanzler zurück und in Eisdorf wurde der Schützenverein wiedergegründet. Grund genug für den Vorstand und die Mitglieder, zu einer Jubiläumsfeier ins nach einem Brand wieder hergerichtete Vereinsheim zu laden, welches mittlerweile auf vereinseigenem Grund und Boden steht.
Mehrere Eisdorfer Bürger trugen 1962/1963 dazu bei, dass der bereits 1909 gegründete Verein, nach den Widernissen des Nationalsozialismus, wieder aus der Taufe gehoben werden konnte.
Nachdem Dieter Armbrecht erst einmal seine große Freude über das mit Gratulanten voll besetzte Schützenhaus kundgetan hatte und zu einem Ausflug in die Vereinsgeschichte einlud, übermittelten Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke und Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann Grußworte, welche mit interessanten Präsenten untermalt wurden.
Die Sprecherin übermittelte nicht nur die Grüße aller Eisdorfer Vereine, sie erinnerte auch daran, dass das Schützenwesen bereits im Jahr 1746 erwähnt wurde. Handfest sei es dann vor 104 und letztendlich vor 50 Jahren geworden. Sie würdigte die Tatsache, dass nach der Wiedergründung auf dem bis vor einem Jahr noch von der Gemeinde gepachteten Grundstück das Schützenhaus in Eigenleistung erstellt wurde. Seit der Wiedergründung zählt auch die Pflege der Schüttenhoff-Tradition zu dem Aufgabenbereich des Vereins. Sie überreichte einen Zinnteller der Gemeinde, auf dem nicht alltägliche Schmetterlinge ruhen. Harald Dietzmann lobte den Mut zur Zukunft der Frauen und Männer, die vor 50 Jahren den Schritt in einen Neuanfang gewagt hatten. Er hatte zwei ungewöhnliche Jubiläumsgeschenke mitgebracht: einen Toaster und ein „Tablett“ für Biergläser als Geburtstagsgeschenk.
Auch der Präsident des Kreisschützenverbandes Northeim, Sönke Altmann, der für sein Grußwort ein wenig im Geschichtsbuch geblättert hatte, war nicht mit leeren Händen gekommen. Er überreichte einer Schützin und sieben Schützen für deren jahrelang währenden besonderen Verdienste die bronzene Verdienstnadel des Kreisschützenverbandes.
Dann ließen sich alle zu einer Zeitreise einladen, die ihren Start bereits 1746 hatte. Armbrecht betonte, dass aus den Überlieferungen nicht erkennbar sei, auf welcher Basis das Schützenwesen gebildet wurde. Wahrscheinlich ist, dass sich zum Schutz der Bevölkerung eine Bürgerwehr bildete. Möglicherweise auf Anordnung des Landesfürsten schon im 15. Jahrhundert. 1909 wurde dann der Schützenverein gegründet. Bei einem Treffen am 3. November 1962 wurde die Wiedergründung des Vereins beschlossen, dessen Vorsitzender Heinrich Klages wurde. Die erste ordentliche Jahreshauptversammlung fand am 28. April 1963 statt. Beratungsschwerpunkte waren die Errichtung eines neuen Schießstandes. Am 29. Mai 1964 erfolgte dann die Rohbauabnahme des Schützenhauses, am 14. Juni 1965 war es mit der Gebrauchsabnahme des Schießstandes geschafft.
Ein weiterer, wichtiger Entschluss wurde am 6. Juni 1966 gefasst: die Gründung der Damenabteilung. Dieser Entschluss sei nicht nur eine tolle Bereicherung des Vereinslebens gewesen, er brachte wohl auch wieder etwas Entspannung in so manches Familienleben. Oft engagierten sich jetzt beide Eheleute im Verein.
Auf der Jahreshauptversammlung 1976 wurde der Bau eines Luftgewehrstandes beschlossen und dann auch umgehend damit begonnen. Die Einweihung erfolgte am 5. Dezember 1976.
Sportlich waren die letzten Jahre im Wesentlichen durch hervorragende Leistungen der Jungschützen gekennzeichnet. Aber auch die Senioren haben durchaus noch gute Leistungen erbracht. 2011 erfolgte die Aufnahme des Bogenschießens. Ein Jahr später kam endlich SuSiE nach Eisdorf (Sprinten und Schießen) und wurde in Zusammenarbeit von TSC, den Chargierten 2009 und dem Schützenverein organisiert. Dieser Jedermannwettbewerb für Alt und Jung soll auch in 2013 wieder stattfinden.
Der Schützenverein zählt heute 118 Mitglieder und bietet Bogenschießen, Schießen mit modernen Luftdruck- und Kleinkaliberwaffen sowie Lichtpunktschießen mit PC-Auswertung für Kinder unter zwölf Jahren an.

Die vom Verein geehrten Schützen
Damenleiterin Bärbel Leimeister unterstützt neben ihren Aufgaben als Damenleiterin den ersten Schießsportleiter tatkräftig.
Erster Schützenmeister Jörg Nienstedt hat den Schießsport mit seinen Ideen bereichert.
Zweiter Schießsportleiter Dominik Jentsch hat nach einer längeren Pause wieder den Weg ins Schützenhaus gefunden.
Bernhard Kruse war jahrelang im KSV Osterode im Vorstand und ist auch als Rentner nicht in den Ruhestand getreten.
Thomas Isermann, Manfred Koster, Ralf Lüllemann und Wolf-Dieter Wegner gehören zu den Stützen des Vereins bei den Arbeitseinsätzen, Schießveranstaltungen und Freizeitaktivitäten.

Die vom KSB Geehrten:
Mike Lüllemann, Ralf Lüllemann, Wolf-Dieter Wegner, Bärbel Leimeister, Jörg Nienstedt, Bernd Kruse und Dominik Jentsch