Schuldenberg wächst bis Ende 2011 auf 1,5 Millionen Euro an

Eisdorf muss im kommenden Jahr 345.000 Euro neue Schulden aufnehmen

Der „endlich einmal fristgerecht“, so Kämmerer Volker Höfert, vorliegende Haushaltsplan für das kommende Jahr war der tragende Punkt der finalen Ratssitzung der Gemeinde Eisdorf für dieses Jahr. Dabei musste Höfert die unangenehme Nachricht mitteilen, dass Eisdorf nicht um eine Kreditneuaufnahme herum kommt. „2011 wird es zu einer Netto-Neuverschuldung von rund 345.000 Euro kommen“, teilte er mit. Damit steht am Ende des kommenden Jahres ein Schuldenberg von etwa 1,5 Millionen Euro da.

Von Camillo Kluge

Eisdorf. Doch was zunächst dramatisch klingt, löst sich bei näherer Betrachtung positiv auf. Denn das Geld wird im Rahmen der Dorferneuerung eingesetzt, ist also von nachhaltigem Wert für Eisdorf. Schließlich werden die Hammenser Straße erneuert, Spielgeräte angeschafft, die Ortsdurchfahrt Willensen endgültig angerechnet, der Straßenausbau Mühlenbeu, Jahnstraße und Platz Gantenplan geplant und auch noch das Dorfgemeinschaftshaus Willensen saniert.
Insgesamt sei die Haushaltslage verbessert. Die leicht gesunkene Steuerkraft habe zwar zu rückläufigen Einnahmen geführt, aber auch letztlich verringerte Umlageverpflichtungen ergeben und bringe mehr Schlüsselzuweisungen von der Samtgemeinde.
Des Weiteren steigen die Einnahmen im kommenden Jahr leicht durch höhere Mieteinnahmen und, da zeigte sich Höfert ganz spontan, durch die Minuten zuvor einstimmig verabschiedete Erhebung der Steuersätze für Grund- und Gewerbesteuer auf 375 v.H. Insgesamt weist der Haushaltsplan ein Ertragsplus von 83.100 Euro gegenüber 2010 auf sowie eingesparte Umlagen in Höhe von 13.900 Euro. Einstimmig stimmte der Rat dem Plan zu.
Bürgermeisterin Petra Pinnecke (SPD) konnte noch mitteilen, dass im kommenden Frühjahr „endlich“ die DSL-Versorgung auch Eisdorf erreiche und schnelles Internet ermögliche. Gemeindedirektor Harald Dietzmann teilte mit, dass der Bebauungsplan „An der Trift“ geändert und die Holzlagerungen dort nun rechtlich abgesichert seien. Allerdings hatte er mit der Ankündigung, dass mittags demnächst zwei Bustouren durch Willensen gestrichen werden, auch noch eine schlechte Nachricht dabei. „Eine Verbindung Richtung Badenhausen, eine Richtung Förste werden gestrichen“, so Dietzmann. Grund sei der geringe Zuspruch.