Stimmungsvoller Festkommers beim TSC Eisdorf

Bürgermeisterin Petra Pinnecke (rechts) überreicht Michael Lehmann (1. Vorsitzender TSC Eisdorf) ein Präsent. (Foto: Bordfeld)
 
Die geehrten Mitglieder des TSC Eisdorf. Der Verein ehrte aufgrund seines Schnapszahlenjubiläums beim Festkommers auch Mitglieder die 66 Jahre oder 33 Jahre dem Verein die Treue halten. (Foto: Bordfeld)

Zahlreiche offizielle Besucher bescheinigten dem Verein eine wichtige Rolle in der dörflichen Gemeinschaft

Eisdorf (pb). Anlässlich seines 111-jährigen Bestehens hatte der TSC Eisdorf zum Festkommers ins Kultur- und Sportzentrum geladen, in welchem den vielen Gästen ein aus Unterhaltung, Information, Grußworten und Ehrungen gemischtes Programm geboten wurde. Zum absoluten Höhepunkt entpuppte sich Letzteres. Denn immerhin galt es 21 Frauen und Männern für deren insgesamt 937-jährige Treue Danke zu sagen. Davon können sich Walter Ernst und Fritz Brünau schon 151 Jahre verbuchen. Denn die beiden sind dem TSC bereits 1936 beziehungsweise 1937 beigetreten.
Seit 50 Jahren sind Waltraud Lange und Jörg Binnewies dabei, ein viertel Jahrhundert Jens Wedemeyer, Regina Wedemeyer, Wilma Lohrberg, Erika Reinbrecht und Klaus-Peter Dröge.
Da der TSC selbst ein Schnapszahlenjubiläum feiert, ließ es sich der Vorstand auch nicht nehmen, Mitglieder, die bereits 66 und 33 Jahre dazu- gehören, ebenfalls zu ehren. Vor 66 Jahren traten Ilse Ernst, Irmgard Lüddecke, Karl Lüddecke, Harry Peinemann und Maia-Luise Flohr in den TSC ein. Gerda Dieckhoff, Albert Dieckhoff, Ulrich Niehus, Rita Armbrecht, Björn Dröge, Karina Mahnkopp und Paul Kühe schauen auch auf bereits 33 Jahre währende Mitgliedschaft zurück.
In seiner Begrüßung stellte Michael Lehmann, 1. Vorsitzender, allerdings nicht nur die Frage nach dem Warum der 111-Jahr-Feier, er gab auch gleich die Antwort. Das 110-jährige habe man nicht gefeiert, weil man dann in einem zehnjahres Rhythmus und damit 2021 in Konflikt mit den Schüttenhoff Eisdorf gekommen wäre. Bis zum 125. Geburtstag würde vermutlich keines der jetzigen Vorstandsmitglieder durchhalten. Hätte man sich auf 112,5 Jahre geeinigt, fände dieses Fest 2013 statt und das ist auch ein Schüttenhoff-Jahr. Der 11.11. 2012 sei kein so originelles Datum. Genau am Gründungstag des TSC Eisdorf (5. April) war ein Fest auch nicht möglich, weil der 5. April 2012 Gründonnerstag war. Also habe man sich für diesen Termin entschieden.
Den Grußwortreigen eröffnete der Vorsitzende des Kreissportbundes, Hartmut Heise. Er sprach dem TSC Eisdorf das Kompliment aus, ein modern aufgestellter Verein zu sein.
Die erste Vorsitzende des Turnkreises Osterode, Helga Maaß, betonte, dass das 111-jährige Bestehen ein guter Grund zum Feiern sei. Auch sie würdigte die Aktivitäten des TSC und brachte ihre Freude darüber zum Ausruck, dass der Verein im September das Seniorentreffen ausrichten wird.
„Es lebe der Sport! Er ist gesund und macht uns hort! Er gibt uns Kraft, er gibt uns Schwung! Er ist beliebt bei Alt und Jung!“ mit diesem Vierzeiler aus dem Songtext von Reinhard Fendrich begann Bürgermeisterin Petra Pinnecke ihr Grußwort. Es sei sehr schön, seit 111 Jahren Vereinssport in der Gemeinde zu haben und dankte allen Verantwortlichen des Vereins, die zum Erfolg dieser Institution beitragen.
Herbert Lohrberg trat gleich in doppelter Funktion ans Mikrofon. Als Erstes überbrachte er als stellvertretender Samtgemeindedirektor ein großes Dankeschön für die Aktivitäten und die gute Zusammenarbeit. Und er versprach, dass die Umwandlung der Samtgemeinde in eine Einheitsgemeinde keine Änderungen für die Vereine mit sich bringen würde. Denn auch die Einheitsgemeinde werde die Sportstätten weiterhin kostenfrei zur Verfügung stellen.
Als 1. Vorsitzender der DoLeWo (Dorfgemeinschaft Leben und Wohnen in Eisdorf) übermittelte er die herzlichsten Glückwünsche des FC Eisdorf, des Schützenvereins Eisdorf, des DRK-Ortsvereins, des TSV Willensen, des Vereins zur Wahrung Willensener Interessen (VzWWI) und beider Parteien, um dann zahlreiche Umschläge zu überreichen.
Mit all diesen offiziellen Aktionen war der Kommers aber noch längst nicht beendet. Denn eine große Zahl von Tanz- und Kindergruppen boten etwas fürs Auge. Für Speis und Trank war ebenfalls gesorgt, und alle Übungsleiter traten zusammen mit Diana Borchers auf, um sich und ihre Aufgaben als nicht schlecht klingender Chor vorzustellen.