Wie geht es weiter mit dem Küsterhaus?

Das alte Küsterhaus in Eisdorf. (Foto: Bordfeld)

Mitglieder der Kirchengemeinde Eisdorf und Willensen treffen sich / Finanzielle Situation wird sich weiter verschlechtern

Der Kirchenvorstand und die Kirchengemeinde Eisdorf/Willensen sorgen sich um das ehemalige Küsterhaus: Seit letztem Jahr gibt es keine Mieteinnahmen mehr und aus der Finanzzuweisung der Landeskirche ist das Gebäude schon seit einigen raus. „Man darf nicht die Augen vor der Tatsache verschließen, dass das Haus nur noch kostet”, sagte Tobias Armbrecht vom Kirchenvorstand bei der Gemeindeversammlung.

Sinkende Mitgliederzahlen


Da sich die finanzielle Situation ab 2017 aufgrund sinkender Gemeindemitgliederzahlen und eines veränderten Zuweisungsmodells des Kirchenkreises weiter verschlechtern wird, müsse die Frage gestellt werden, wie und vor allem ob das Küsterhaus in Zukunft genutzt werden kann.
Um die obere Etage wieder zu vermieten, müsse viel investiert werden. In der unteren Etage sei der Sanierungsbedarf jedoch weitaus größer. Die Gemeinde muss nun überlegen, ob beziehungsweise wie viel Geld in die Renovierung investiert werden soll und von wem es in den nächsten Jahren genutzt werden kann.
Über eine mögliche Nutzung des Gebäudes ist man mit mehreren Vereinen und Verbänden, aber auch mit der Politik ins Gespräch gekommen. Lösungen wie zum Beispiel die Mitnutzung durch Vereine seien angedacht. „Sollten wir keine Möglichkeit zum Erhalt des Gebäudes finden, ist leider auch der Abriss eine Option“, so Armbrecht.
Kerstin Henrici und Monika Klapproth informierten, dass der Gemeindebrief mittlerweile nur noch erscheinen könne, solange er von Werbung getragen wird. Es müsse nach einem anderen finanziellen Standbein gesucht werden, da in Eisdorf/Willensen keine Werbeträger nachwachsen.
Inge Jünemann berichtete, dass an 63 Gottesdiensten 5518 Gottesdienstbesucher teilgenommen hätten, davon 446 Kinder. Zurzeit gehören 905 Mitglieder in Eisdorf und 206 in Willensen der Gemeinde an.
Weiter erinnerte sie, dass sich mit dem neuen Kirchenkreis „Harzer Land“ 13 Kindergärten und Kindertagesstätten, unter ihnen auch die Kita St. Georg, zusammengetan und einen Trägerverband gegründet hätten. Dieser Schritt sei notwendig geworden, weil immer mehr gesetzliche Vorschriften beachtet werden müssten und diese Arbeit durch Ehrenamtliche auf Dauer nicht mehr gewährleisten werden könne.