Zehn Mitglieder seit insgesamt 330 Jahren dabei

Die geehrten Mitglieder zusammen mit dem ersten Vorsitzenden des TSC Eisdorf (von links): Ernst Reinhardt, Walter Rorig, Inge Jünemann, Michael von Einem, Michael Lehmann, Magdalene Rath und Anneliese Schmidt. (Foto: Bordfeld)

Ehrungen und Wahlen standen bei der Jahreshauptversammlung des TSC Eisdorf im Mittelpunkt

Während der überaus gut besuchten Jahreshauptversammlung des TSC Eisdorf wurden zehn Mitglieder für insgesamt 330 Jahre Treue geehrt. Allein 70 Jahre davon ist Karl Zellmann dabei, auch schon 60 Jahre Ernst Reinhardt. Letztgenannter wurde satzungsgemäß zum Ehrenmitglied ernannt. Da das zeitmäßig treueste Mitglied diese Auszeichnung bereits vor zehn Jahren erfahren hat, durfte er jetzt eine Ehrenurkunde entgegennehmen.
Weil Inge Jünemann und Walter Rorig jeweils auch schon 50 Jahre dabei sind, erhielten sie neben der Urkunde auch die Goldene Nadel des Vereins. Die Silberne Nadel plus Urkunde durften Sabine Armbrecht, Ramona Duus, Michael von Einem, Barbara Kuhlenkamp, Magdalene Rath und Anneliese Schmidt für ihre 25 Jahre währende Treue entgegenehmen.
Aber auch Vorstandswahlen standen bei der Versammlung im KuS an. Dabei wurde Michael Lehmann ebenso als erster Vorsitzender wiedergewählt, wie Dagmar Meister als dritte Vorsitzende, Karin Pflugfelder als Schriftwartin, und Regina Friedrich als Jugendwartin.
Zuvor legte aber der erste Vorsitzende seinen Bericht vor, den er in die Kategorien Statistik, Rückblick und Vorschau aufgeteilt hatte. Zu dem Thema „Statistik“ mahnte er an, dass die nicht nur recht trocken, sondern mittlerweile auch erschreckend sein könne. Denn den 13 Neuzugängen stünden 47 Austritte gegenüber.
Der aktuelle Bestand sieht so aus, dass von den 473 Mitgliedern 282 weiblich und 191 männlich sind. Das jüngste Mitglied ist die dreijährige Elena Balbinot, das älteste die 93-jährige Lotte Lenk. Das Durchschnittsalter aller Mitglieder betrage 38,9 Jahre, im Vorjahr habe es noch bei 36,9 Jahren gelegen. Große Sorgen bereite ihm die Altersklasse 19 bis 26 Jahre, dort konnten nur 21 Mitglieder (4,4 Prozent) gezählt werden. Salopp gesagt bedeute das, dass die Eisdorfer zwischen 19 und 26 Jahren sportlich inaktiv sind oder Fußball spielen beziehungsweise ins Fitness-Studio gehen.
Abgesehen vom Mitgliederschwund sei 2012 allerdings ein erfolgreiches Jahr gewesen, welches ganz im Zeichen des Schnapszahl-Jubiläums (111 Jahre TSC) gestanden habe. Der TSC, der Schützenverein Eisdorf und die Chargierten 2009 hatten sich außerdem für einen Sommerbiathlon zusammengetan. Diese Aktion soll trotz Schüttenhoff in diesem Jahr wieder ausgerichtet werden.
Bereits im Februar des letzten Jahres habe der Vorstand zusammen mit der Samtgemeinde neue Bedingungen zur Sportplatzpflege ausgehandelt. Anlass sei die Tatsache gewesen, dass die neu angelegten Leichtathletikanlagen, vornehm ausgedrückt, einen ungepflegten Eindruck machten. Somit seien mit der Neuanlage der Rotflächen 13.000 Euro sprichwörtlich in den Sand gesetzt worden. Es sei aber die Zusage erfolgt , die so wichtige Pflege zukünftig in kürzeren Intervallen durchzuführen. Den Pflegevertag mit der Samtgemeinde habe man allerdings zum Jahresende 2012 gekündigt. „Wir wollten damit erreichen, dass nach Gründung der Einheitsgemeinde ein für alle Mitgliedsgemeinden gerechtes Konzept erarbeitet wird“, so Lehmann weiter. Bereits am 25. Februar soll darüber noch einmal mit der Samtgemeinde gesprochen werden.
Damit war der erste Vorsitzende auch schon bei der Vorschau. Die nächste Veranstaltung ist der Kreisturntag am 2. März. In dem Zusammenhang bat er um Sponsoring in Form von wohlschmeckenden Kuchen.
Da der TSC nach der Kürzung der Stunden des Sportlehrers Bohnen Werner auch weniger Ausgaben habe, konnte von einer Beitragserhöhung abgesehen werden.
Mit einem Dankeschön an alle, die bei der Planung, Organisation und Durchführung aller Aktivitäten geholfen haben, schloss Michael Lehmann seinen Bericht.