Ortsrat befürchtet massive Beeinträchtigung

Engeläder Mandatsträger fordern eindringlich die Erdverkabelung und schließt sich der Stadt Seesen an

Gleich mehrere Punkte veranlassten den Engelader Ortsrat, eine Vor-Ortbegehung durchzuführen. Die Mandatsträger und der Leiter des Baubetriebshofs Seesen, Thorsten Vollbrecht, nahmen vor der Ortsratssitzung diese Mängel wie nicht lesbare Straßennamensschilder, abgesetzte Pflasterungen auf dem Gehweg, Pflege von privaten und städtischen Grünflächen, nicht zu vergessen die Bäume „Am Kirchensiek“, in Augenschein. Der Orstrat setzte anschließend die Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus fort. Neben den Regularien ging es dabei auch um die Seniorenfahrt des Ortsrates am 21. Juli nach Altenbrak, um die Verwendung eingesparter Ortsratsmittel 2009, die Mittelanforderung 2011 und um die 380 kV-Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar, Stellungnahme der Stadt Seesen im Raumordnungsverfahren für den niedersächsischen Abschnitt.
Zuvor wurde der Ortsrat durch die Ortsbürgermeisterin über aktuelle Entwicklungen Engelades unterrichtet. Erschreckend habe sie zur Kenntnis genommen, so Ortsbürgermeisterin Doris Fischer, nachdem das Raumordnungsverfahren Wahle-Mecklar für den niedersächsischen Abschnitt eingeleitet worden ist, dass die Trasse auch an Engelade vorbeiführen könnte. In diesem Bereich sei keine Erdverkabelung vorgesehen. Neben der stark frequentierten Bundesautobahn und der Bundesstraße 243/248 sowie dem Schwerlastverkehr durch Engelade, bestehe eine weitere Verschlechterung für die Einwohner von Engelade. Die Trassen in den örtlichen Bereichen, wie von der transpower strom­übertragungs GmbH geplant sind, würden zu massiven Beeinträchtigungen der dort wohnenden Menschen sowie von Natur, Umwelt und Landschaft führen. Der Ortsrat Engelade fordert daher eindringlich die Erdverkabelung und schließt sich der Stellungnahme der Stadt Seesen voll an.
Die CDU-Fraktion lehnte die Beratung „Verwendung Mittelanmeldung 2011“ wegen Unklarheit bei der Position „Altenbetreuung“ ab und beantragte einen neuen Termin zur Klärung. Dieser wurde einvernehmlich auf Mittwoch, 1. Juli, 19 Uhr, angesetzt.