Seniorenfahrt des Ortsrates Engelade führte nach Königslutter

Die Teilnehmer der Seniorenfahrt des Ortsrates Engelade. (Foto: bo)

Teilnehmer erlebten einen Ausflug in die Geschichte / Neue Ziele auserkoren

Engelade (bo). Gemeinsam mit den Engeläder-Senioren einen kurzweiligen Tag zu verbringen, ist das Ziel des Ortsrates Engelade, wenn er jedes Jahr zu einer Ausfahrt zu interessanten Zielen in der näheren Umgebung einlädt.
Für dieses Jahr hatte der Ortsrat zu einer Halbtagsfahrt nach Königslutter eingeladen.
Bevor der Bus startete, konnte Ortsbürgermeisterin Doris Fischer die Mitbürger begrüßen bevor die Fahrt die Senioren über die Bundesstraße vorbei an Braunschweig in Richtung Elm führte. Während der Fahrt wusste Heinrich Kupferschmidt zu erzählen, einen Weg unseres Landes der Vergangenheit zur Gegenwart bis zu der Stiftskirche St. Peter und Paul zu Königslutter. Die Stilepoche des Mittelalters, die von etwa 1000 bis 1250 reicht und auch von der Familie Kaiser Lothar II. (als deutscher König auch Lothar III. nach dem Stammsitz der Familie genannt „Lothar von Süpplingsburg“), der den Grundstein zu dieser Kirche legte, Richenza von Northeim heiratete und somit gewann er umfangreiche Besitz- und Herrschaftsrechte und wurde 1106 zum Herzog von Sachsen ernannt.
Diese kurze Einführung machte es den Teilnehmern leichter, die errichtete Kirche zu bewundern, und besser zu verstehen, die mit ihren drei hoch aufragenden Türmen die Stadt beherrschte.
Diese besondere Lage wird – neben der Nähe zum kaiserlichen Stammsitz, der Süpplingenburg – entscheidend für die Wahl des Standortes gewesen sein. Am Löwenportal wurden die Engeläder empfangen und in das nach Abschluss der umfangreichen Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahmen erstrahlte Bauwerk geführt. Eine kreuzförmige Pfeilerbasilika, außen wie innen im neuen Glanz. Sehenswert sind die Bildhauerarbeiten lombardischer Steinmetze sowie der Kreuzgang, der mit seinem Reichtum an ornamentierten Säulen und Kapitellen zu den schönsten Deutschlands zählt. Die wertvollen Malereien des 19. Jahrhunderts konnten von den Engelädern wieder in ihrer ganzen Vollständigkeit und Farbenpracht erlebt werden. Der aus Süpplingenburg stammende Kaiser ist hier zusammen mit seiner Frau Richenza und seinem Schwiegersohn Heinrich d. Stolzen (den Vater Heinrichs des Löwen) auch begraben worden. Hauptattraktion der Führung durch die Außenanlagen des Domes war die fast 900 Jahre alte Kaiser-Lothar-Linde, ein Naturdenkmal von überregionaler Bedeutung. Mit einem Stammumfang von etwa 13 Metern wächst sie heute nicht mehr in die Höhe, sondern nur noch in die Breite.
Weiter führte die Fahrt durch den Elm am Tetzelstein vorbei in das Reitlingstal. Hier war dann eine ausgiebige Pause eingeplant, die zum Kaffeetrinken, Klönen oder für einen kurzen Spaziergang genutzt werden konnte. Bevor die Heimfahrt durch das wunderschöne Reitlingstal vorgesehen war, wurde noch ein Erinnerungsfoto gemacht.
Wieder ging die Fahrt durch landschaftlich schöne Strecken wie Hornburg, Schladen, Goslar dem Heimatort Engelade zu. Da diese Tradition des Engeläder Ortsrates auch im nächsten Jahr beibehalten werden soll, wurden schon mögliche Ziele für 2012 vorgeschlagen.