Tino Koerver jetzt Hauptlöschmeister

Von links: Die Beförderten Ralf Immroth, Markus Galuska und Christian Leipelt, der neu aufgenommene Aktive Steffen Wegener, Ortsbrandmeister Tino Koerver und Stellvertreter Dirk Werries und Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke.

Hochkarätige Beförderungen bei Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Engelade

Im gewohnt harmonischen Rahmen ging am Freitagabend die 140. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Engelade im Dorfgemeinschaftshaus über die Bühne. Ortsbrandmeister Tino Koerver, der vor zwei Jahren die Nachfolge von Walter Leipelt als Wehr-Chef angetreten hatte, führte sicher und routiniert durch die Tagesordnung. Neben Ortsbürgermeister Patrick Kriener, dem Vorsitzenden des Feuerschutzausschusses, Norbert Stephan, sowie dem Ehrenbrandmeister der Stadt, Wilhelm Flügge, Ehrenortsbrandmeister Walter Leipelt und den Ehrenmitgliedern, konnte Koerver unter anderem auch Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke willkommen heißen.
Nach dem Verlesen des Protokolls der letzten Jahreshauptversammlung ließ Tino Koerver noch einmal das Jahresgeschehen Revue passieren. Demnach besteht die Ortsfeuerwehr derzeit aus 25 Aktiven, 17 Senioren und 146 fördernden Mitgliedern. Das sind drei Aktive und sieben Fördernde mehr als im vergangenen Jahr. Einsatztechnisch blieb es bei einem Brandeinsatz „Am Wilhelmsbad“ in Seesen Mitte Dezember 2011 sowie drei Hilfeleistungen, darunter auch die Absicherung des diesjährigen Laternenumzuges. Darüber hinaus wurden vier Brandsicherheitswachen abgehalten. Außerdem vermerkt wurden neun Dienstabende mit theoretischer, 13 Dienstabende mit praktischer Ausbildung, eine Alarmübung in Bilderlahe sowie drei Zusatzdienste. Ein dickes Lob sprach Koerver den Atemschutzgeräteträgern aus: „Durch eure Einsatzbereitschaft haben wir eine gut ausgebildete Atemschutzgruppe, die immerhin aus sieben Kameraden besteht.“
Auch außerhalb des regulären Dienstbetriebes gab es allerhand Aktivitäten. Der Ortsbrandmeister erinnerte beispielsweise an die Sanierung der Sanitäranlagen im Gerätehaus. Zwölf Wochen habe man dafür benötigt, und es seien 300 Arbeitsstunden angefallen. Man besuchte die Feuerwehrfeste in Bornhausen, Ildehausen und Hahausen, zeichnete zusammen mit dem Sportverein für das Osterfeuer verantwortlich, führte mit dem MGV den traditionellen Maibockanstich durch, erkundete per Mountainbike das Oberharzer Wasserregal, machte im Herbst rund um das Gerätehaus klar Schiff und gestaltete aktiv den Weihnachtsmarkt der örtlichen Vereine mit. „Ich denke das beweist, dass Feuerwehr weit mehr ist als Retten, Löschen, Bergen und Schützen“, so Tino Koerver, der sich beim Kommando und insbesondere bei seinem Stellvertreter Dirk Werries für die Unterstützung bedankte.
Am Kassenbericht, den Ralf Immroth vortrug, hatten die Kassenprüfer nichts auszusetzen. Ihm und dem Vorstand wurde Entlastung erteilt. Zum neuen Kassenprüfer gewählt wurde Peter Coors.
Anschließend blickte noch Jochen Dicke als Sprecher der Altersgruppe zurück, bevor einer der Hauptpunkte des Abends in den Mittelpunkt rückte. Der Ortsbrandmeister konnte nämlich Markus Galuska zum Oberfeuerwehrmann und Ralf Immroth zum Ersten Hauptfeuerwehrmann befördern. Und schließlich stand Tino Koerver selbst im Rampenlicht. Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke beförderte ihn zum Hauptlöschmeister, den stellvertretenden Ortsbrandmeister Dirk Werries zum Oberlöschmeister und Christian Leipelt zum Löschmeister. Leipelt, der schon als Atemschutzgerätewart verantwortlich zeichnet, wurde gleichzeitig zum Gruppenführer bestellt. Außerdem wurde Steffen Wegener nach siebenjähriger Ausbildung bei der Jugendfeuerwehr Seesen in die Reihen der Aktiven aufgenommen.
Dann hatten die Gäste das Wort. Norbert Stephan dankte den Aktiven für ihren Einsatz. Seitens der Stadt sei man bestrebt, das Machbare möglich zu machen. Ortsbürgermeister Patrick Kriener, der just an diesem Tag 30 Jahre alt wurde, fand eine einfache Antwort auf die Frage, warum er an seinem runden Geburtstag an der Versammlung der Feuerwehr teilnehme: „Sie ist ein Aushängeschild; die Dorfgemeinschaft lebt von ihrem Engagement“. Stadtsicherheitsbeauftrager Torsten Warnecke ging noch einmal auf die erfolgte Überprüfung des Gerätehauses ein. „Alles tiptop sauber und aufgeräumt, aber mittlerweile fast schon zu klein“, lautete sein Fazit. Dem konnte sich der Stadtbrandmeister nur anschließen: „Die neuen Fahrzeuge werden immer größer. Demnächst werden auch die Räumlichkeiten in Münchehof, Bornhausen und Seesen zu klein“, so Jürgen Warnecke. Derzeit zähle man auf Stadtebene 186 Einsätze und sei mit 403 Aktiven gut aufgestellt.
Mit einem Hinweis auf das anstehende 140-jährige Bestehen der Ortsfeuerwehr Herrhausen, das am 17./18. August kommenden Jahres rund ums Gerätehaus gefeiert werden soll, schloss Tino Koerver nach eineinhalb Stunden die Versammlung.