Walter Leipelt ist nun ein Ehrenortsbrandmeister

Zahlreiche Weggefährten kamen am Montag zur Verabschiedung des Engeläder Ortsbrandmeister Walter Leipelt. (Foto: Kiehne)
 
Kreisbrandmeister Uwe Borsutzky (rechts) und Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke überreichten Urkunde und Ehrenzeichen. (Foto: Kiehne)

Scheidender Chef der Engeläder Feuerwehr in feierlichem Rahmen verabschiedet / Tino Koerver Nachfolger

Engelade (uk). Erst wurde er im Rathaus aus dem Ehrenamtsverhältnis der Stadt Seesen entlassen, dann folgte im Dorfgemeinschaftshaus ein herzlicher Abschied seiner Kameraden, dem sich die Ernennung zum Ehrenortsbrandmeister sowie die Auszeichnung mit dem Niedersächsischem Ehrenzeichen in Silber durch den Kreisbrandmeister anschloss.
Bedeutender hätte der letzte Dienstabend für den scheidenden Engeläder Ortsbrandmeister Walter Leipelt in der Tat kaum ausfallen können. Im Rathaus der Stadt Seesen fand zu­nächst Bürgermeister Hubert Jahns herzliche Dankesworte für Leipelt, der 16 Jahre an der Wehrspitze fungierte und zuvor weitere acht Jahre als Stellvertretender Ortsbrandmeister aktiv war.
„Sie haben das Amt nicht nur so ausgefüllt, wie es zu erwarten gewesen wäre, sondern deutlich darüber hinaus. Walter Leipelt ist standfest, ein ruhender Pol, er hat Verantwortung getragen und die Zielrichtung vorgegeben“, lobte Jahns den scheidenden Ortsbrandmeister.
Und weiter: „Sie können stolz auf sich sein und dürfen beruhigt zurückblicken. Genießen Sie den Feuerwehrruhestand nun in der Altersabteilung“, gab Jahns dem sichtlich gerührten Wehrchef mit auf dem Weg. Im Anschluss an die Verabschiedung, der auch die Stadtfeuerwehrspitze mit JürgenWar­necke und Klaus Kiehne sowie der 1.Stadtrat Erik Homann und Fachbereichsleiter Uwe Zimmermnann beiwohnten, wurden Tino Koerver und Dirk Werries als neuer Ortsbrandmeister sowie Stellvertreter ins Ehrenbeamtenverhältnis aufgenommen.
Nicht überall würde der Wachwechsel so reibungslos ablaufen wie bei denWehren imStadtgebiet Seesen, wusste Hubert Jahns abschließend zu berichten, und gab als Beispiel die Wehr inOstlutter an, wo lange Zeit kein Ortsbrandmeister gefunden werden konnte. Nicht so in Engelade!
Dort war am Abend dann auch der große Moment gekommen. Nahezu alle Wehrmitglieder, zahlreiche aktuelle und ehemalige Ortsbrandmeis­ter der befreundeten Nachbarwehren mit ihren Stellvertretern und gar Kreisbrandmeister Uwe Borsutzky waren gekommen, um „ihren“ Walter würdig zu verabschieden. Das geschah dann gleich mehrfach. Zunächst war es Tino Koerver, der denAbend im vollbesetzten DGH eröffnete und die Vita im Feuerwehrleben Leipelts referierte. Zahlreiche Lehrgänge und Beförderungen liegen hinter dem Neu-Ruheständler, der mittlerweile den Dienstgrad eines Oberbrandmeister innehat. Nach und nach traten Bürgermeister Hubert Jahns, Jürgen Warnecke, Uwe Borsutzky, Feuerschutzausschussvorsitzender Norbert Stephan und Ortsbürgermeisterin Doris Fischer an das Mikrofon. Sie würdigten ebenfalls die lange Wegstrecke, die mit der Übernahme in die Altersabteilung nun ein weiteres und bedeutendes Etappenziel gefunden hatte. Präsente gab es ebenfalls. Während Leipelts Ehefrau Edith gleich mehrere Blumensträuße entgegenehmen und sich über den Dank, ihren Mann in all den Jahren so wertvoll unterstützt zu haben, sicher sein durfte (Hubert Jahns: „Ich gratuliere zu einem solchen Mann!“), gab es für Walter Leipelt selbst einige persönliche Abschiedsgeschenke. Die Ortswehr bedankte sich mit einemReisegutschein nach Travemünde und einer Chronik, deren letztes Kapitel an eben diesem Abend noch zu Ende geschrieben wurde. Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke überreichte einen silbernen Chronometer mit Stadtwappen und Gravur, und auch Ortsbürgemeisterin Doris Fischer überreichte eine Uhr, die Walter Leipelt an Abenden am Schreibtisch daran erinnern sollte, dass es nun Zeit ist, die Arbeit einzustellen. Wilfried Wende von der DRK-Bereitschaft und Norbert Stephan überreichten zum Abschied Buchpräsente.
Dass er an diesem Abend auch noch zum Ehrenortsbrandmeister ernannt wurde, dürfte letztlich höchstens Walter Leipelt noch selbst überrascht haben. Die vielfältigen Verdienste um seine Wehr gaben dafür allemal Anlass.