CDU Ortsgruppe Gittelde trifft voll ins Schwarze

Dr. Alfred Simon, Leiter der Akademie Ethik in der Medizin.

Informationsveranstaltung zum Thema „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“ stößt auf reges Interesse

Mit der Idee, einen Referenden zum Thema „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“ einzuladen, hatte die CDU-Ortsgruppe Gittelde wohl ins Schwarze getroffen. Zumindest war der Saal im Gemeindezentrum des Ortes mit über 50 Personen bis auf den letzten Platz gefüllt, die dem Vortrag von Dr. Alfred Simon lauschen wollten.
Simon ist diesbezüglich sicher als Fachmann zu bezeichnen, ist er doch Leiter von der Akademie Ethik in der Medizin und vom klinischen Ethikkomitee der Universität Göttingen. Bevor er sich den vielen Fragen der Anwesenden stellte, referierte er kurz über die verschiedenen Möglichkeiten, Vorsorge zu treffen für den Fall, dass man nicht mehr selbst über sein Wohl entscheiden kann. Dabei wies er darauf hin, dass seit September 2009 das 3. Betreuungsrechtänderungsgesetz gilt. Mit Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung kann ein jeder heute in schriftlicher Form für verschiedene Krankheitsstadien vorbeugen.
Gemein ist allen, dass sie schriftlich abgefasst werden müssen. Dabei definierte er die Patientenverfügung als „Willensbekundung eines einwilligungsfähigen Volljährigen mit Entscheidungen für oder gegen bestimmte, nicht unmittelbar bevorstehende ärztliche Maßnahmen.“ In dem Fall geht es eben nur um medizinische Aspekte. Die Vorsorgevollmacht hingegen erlaubt einer „Vertrauensperson, Entscheidungen für mich zu treffen, wenn ich dazu nicht in der Lage bin.“ Dabei sind hier explizit die einzelnen Fälle aufzuzählen, ob die Person sich um die Geldgeschäfte kümmern darf, ob sie bei gesundheitlichen Problemen zu fragen ist oder andere denkbare Möglichkeiten. Schließlich stehen in der Betreuungsvollmacht „Vorschläge hinsichtlich der Betreuungsperson und der Betreuungsweise.“
Simon stellte dem Auditorium verschiedene Formulare für die verschiedenen Fälle vor. Eine Empfehlung konnte und wollte er nicht aussprechen. „Für sie geeignet ist das Formular“, beantwortete er die Frage, „das am besten wiedergibt, was sie sagen wollen.“