Dem Glutjahr folgt das Flutjahr

Mit gleich zwei Hochwassern war das schwerste Katastrophenjahr in Gittelde das Jahr 1956. Im Juli fielen innerhalb von 24 Stunden 130 mm Niederschlag. (Foto: Archiv Bodo Biegling)

Auch in Gittelde gab es immer wieder große Überflutungen und Wetterkapriolen / Schweres Hochwasser 1956

Über den lang anhaltenden Dauerregen, Überflutungen und deren verherenden Folgen Ende Juli, wurde in den Medien umfangreich berichtet. Besonders Südniedersachsen war von den schweren und tagelangen Regenfällen stark getroffen. Aber auch im Flecken Gittelde waren die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Bad Grund unermüdlich im Dauereinsatz. Die sonst so kleine und ruhig fließende Markau mit ihren vielen Zuflüssen zeigte sich teilweise als reißender Fluss, mit einer braunen, stinkenden Brühe. Doch dies war nicht das erste Mal, dass dieser kleine Bach mit seinen großen Wassermassen die Bewohner in Angst und Schrecken versetzte. Bereits in früheren Zeiten gab es immer wieder große Überflutungen, die das Hab und Gut der Gittelder bedrohten, wie der Heimatchronist Bodo Biegling berichtet. In historischen Dokumenten ehemaliger Heimatchronisten hat Biegling Berichte oder Hinweise auf große Überschwemmungen und Unwetter gefunden.Bereits 1659 berichtet der damalige Pastor Andreas Thomae in einem Dokument aus dem Kirchturmknopf der St. Mauritiuskirche von einem großen Hagelunwetter, bei dem alles im Lande verhagelt worden sei, so dass man weder Stroh noch Frucht bekommen konnte. „Es herrschte eine solche Not um das Stroh als Viehfutter, dass einige Hütten, Scheunen und Ställe abgedeckt werden mussten, damit das Vieh nicht verschmachtete“, heißt es in dem Dokument.

Den gesamten Bericht lesen Sie in der gedruckten Ausgabe des Seesener Beobachters vom 3. August 2017.